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Wie man mit dem Hund sicher durch die Stadt kommt
Text: Thomas Böhm/Foto: Sönke Tollkühn
Der Hund hat sich an der Seite der Menschen über die Jahrzehnte an das hektische Leben in der Großstadt gewöhnt. Er blendet vieles aus, trennt instinktiv die wichtigen Dinge von den unwichtigen. Aber ohne die Hilfe seines Halters, würde er im Straßenverkehr schnell unter die Räder kommen. Der BZ-Hundeexperte Enrico Lombardi gibt Tipps, wie man mit seinem Hund sicher durch die Stadt kommt. Obwohl es in Berlin keinen Leinenzwang gibt (Ausnahme: Wohnanlagen, Versammlungen, Feste, u. Fußgängerzonen, in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt sogar die Maulkorbpflicht) sollte der Hund auf der Straße nicht frei herumlaufen. Die spontane Reaktion auf einen Reiz (z.B. ein anderes Tier jagen) kann ihn und andere gefährden. Eine locker geführte Leine gibt dem Hund außerdem Sicherheit. Das Band zum Rudelführer beruhigt ihn. So ist die Leinenführigkeit ist das A und O eines entspannten Spaziergangs.
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Erbse macht den Jagdschein
Text: Thomas Böhm/Fotos: Sönke Tollkühn
Chorin ist bekannt wegen seiner klösterlichen Idylle, doch heute erschallt den ganzen Tag aufgeregtes Gebelle zwischen den mittelalterlichen Mauern. 17 Dackel sind aus allen Teilen Deutschlands angereist, um bei der Bundessiegersuche ihr Bestes zu geben. Dieser Leistungsvergleich fordert alles von den kurzbeinigen Jägern, die Schweißjagd ist die schwerste aller Prüfungen. Erbse, eine 3-jährige Rauhaardackel-Hündin geht mit Frauchen Anette Kitz, 42, als eine der letzten an den Start. Bereits 20 Stunden vorher hat die Chefin des Teckelklubs 1888 e.V., Marion Michelet, die Fährte gelegt. „Mit einem Schwamm habe ich gestern insgesamt ¼ Liter Blut auf den Waldboden getupft. Die Strecke ist 1000 Meter lang, der Hund hat 1 ½ Stunden Zeit, um das verendete Rehwild zu finden. Wir werten aber nicht die Schnelligkeit sondern den Finderwillen, die Sicherheit und Selbstständigkeit der Suche. Wer die meisten Punkte erzielt, ist der Sieger."
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Die tollen Tricks von Trainerin Inka und Blindenführhund Inker
Text: Thomas Böhm/ Fotos: Sönke Tollkühn
Inker Malou, 4, gehorcht auf Italienisch und kann links von rechts unterscheiden. Aber das ist kein Wunder, die Polnische Niederungshütehündin hat eine zweijährige Ausbildung als Blindenführhund hinter sich und dabei knapp 50 Kommandos in dieser Sprache gelernt - damit sie sich durch das Gerede der anderen um sie herum nicht irritieren lässt. Jetzt hilft sie ihrer Besitzerin, der Tierpsychologin Inka Bürger, 31, bei der Arbeit in ihrer Assistenzhundeschule Berlin. Inker hat ein ausgeglichenes Wesen und ist sehr intelligent - gute Voraussetzungen also, eine solch verantwortungsvolle Position zu übernehmen. Tausend Tölen zeigt sie, was sie alles gelernt hat.
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Unterwegs mit dem Multikulit-Gassiservice
"Ich habe den schönsten Job der Welt!"
Text: Thomas Böhm/Fotos: Sönke Tollkühn
Es ist schwül und stickig, am Horizont türmen sich dunkle Wolken auf, in der Ferne donnert es, ein Gewitter zieht auf, so viel steht schon mal fest. Die Spaziergänger im Grunewald eilen mit ihren Hunden zu den Autos, bei diesem Wetter hört das Gassi gehen eher auf. Nur eine zieht weiterhin gemütlich ihre Runden, Kerstin, 40, ist wie jeden Tag mit ihren Hunden unterwegs, heute schon das zweite Mal, bis zum späten Nachmittag hat sie ihre 20 Kilometer hinter sich, mindestens 15 Hunden eine Freude gemacht und drei Stunden an der frischen Luft verbracht.
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Neulich beim Hundefriseur
"Waschen, föhnen, schneiden, bellen!"
Text: Thomas Böhm/Fotos: Sönke Tollkühn
„Einmal kurz und frech für 27 Euro, bitte!" lautet der Auftrag für Hundefriseur Sven Franske, 35, aus Zehlendorf. Sein Kunde heißt Benny, ist ein fünf Jahre alter Havaneser-Mix und mehr als fällig. Franske: „Der war bestimmt zwei Monate nicht mehr bei mir und sieht aus als ob er den Garten umgegraben hat, das Fell ist schmutzig, verklebt und die Wolle ist bestimmt um einen Zentimeter gewachsen." Der Haveneser-Mix bleibt gelassen, als ihn der Friseur auf seinen Leuchttisch hebt. Er wird nicht fixiert und muss auch keinen Maulkorb tragen. Franske: „Benny ist Stammkunde, der kennt die Prozedur, war schon mindestens 30 Mal bei mir. Der tut mir nichts."
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Unterwegs mit dem Tiertaxi
Text: Thomas Böhm/Fotos: Sönke Tollkühn
Die kleine Airedale Terrier-Dame Lena ist nicht gut zu Fuß und muss zum Tierarzt. Weil Frauchen aber ebenfalls krank und Herrchen bei der Arbeit ist, wird Guido Schweinberger, 32, die Hündin in die Praxis bringen. Der ehemalige Busfahrer transportiert mit dem Taxi jetzt nur noch tierische Fahrgäste, vom Goldfisch bis zum Golden Retriever - das ganze Jahr, rund um die Uhr.
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Die Geschichte der Zughunde
Text: Thomas Böhm/ Fotos: Sönke Tollkühn
Viele Hundehalter ärgern sich, wenn ihr Vierbeiner wie verrückt an der Leine zerrt und sie in eine Richtung zieht, in die sie nicht wollen. Man muss in so einem Fall aber nicht gleich den Hundetrainer zu Rate ziehen. Die Mitarbeiterin der Berliner Forsten, Susanne Preuß, 46, hat eine ganz einfache Erklärung dafür und auch keine Probleme damit, wenn ihr dreijähriger Aaron sie durch den Wald zieht: „In den großen und starken Rassen wie meinem Großen Berner Sennen steckt immer noch viel Zughundeblut. Hunde wurden früher als Nutztiere gehalten. Die mussten schwer arbeiten, wurden nicht so verhätschelt und verwöhnt wie heute. So ein kräftiger Kerl hat immer noch seinen Spaß, wenn er was hinter sich her ziehen kann."
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Hundetraining mit DogCoach Enrico Lombardi
So geht Ihr Hund beim Schwimmen nicht baden!
Text: Thomas Böhm/Fotos: Sönke Tollkühn
Baden macht nun mal auch unseren Hunden sehr viel Spaß. Sie können von Natur aus schwimmen, ohne es zu wissen. Bestimmte Rassen wie der Portugiesische Wasserhund, der Neufundländer oder der Retriever haben zwischen ihren Zehen sogar sehr ausgeprägte Schwimmhäute, sind für die Wasserarbeit beim Jagen und Fischen abgerichtet. Doch kraulen Hunde nicht freiwillig
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Der kleine Kneipen-Knigge für Hunde
Text: Thomas Böhm/Fotos: Sönke Tollkühn
Wenn Frauchen oder Herrchen mit dem Hund unterwegs sind und der kleine Hunger kommt, muss der Vierbeiner nicht draußen vor dem Restaurant auf der Straße warten, bis sein Rudelführer satt ist. In Berlin dürfen Hunde mit in die Gaststube genommen werden - wenn der Betreiber damit einverstanden ist. Albrecht Winkler, Justiziar der DeHoGa Berlin: „Es gibt keine gesetzliche Regelung. Aus hygienischen Gründen darf der Hund allerdings nicht in die Küche. Und wenn sich andere Gäste durch das Tier Hund gestört fühlen, sollte darauf ebenfalls Rücksicht genommen werden."
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"Leb wohl, mein guter Freund!"
Text: Thomas Böhm/Fotos: Sönke Tollkühn
Sanft berührt der siebenjährige Dominik den Bildschirm. Seine Augen füllen sich mit Tränen. Auf dem Laptop ist das Foto von Tia, seiner kleinen Hündin gespeichert. Immer wieder ruft Dominik das Bild auf, um sich an sein geliebtes Tier zu erinnern. Nach fünfzehn Jahren ist der Vierbeiner vor einem halben Jahr gestorben. Die Hündin lag in ihrem Körbchen, als der Junge von der Schule kam. Altersschwäche. Mutter Ines Schleicher: „Dominik hat furchtbar gelitten. Er hatte ein sehr inniges Verhältnis zu Tia, war der einzige, der alleine mit ihr Gassi gehen konnte. Wir haben sie gemeinsam in unserem Garten begraben und Dominik hat ein Ahornbäumchen gepflanzt. Sein Zwillingsbrüder Lucas hat das schneller überwunden. Er ist nach der Beerdigung gleich wieder Fußball spielen gegangen." Es gibt keine allgemein gültige Formel, die den Eltern hilft, ihre Kinder zu trösten und den Tod eines geliebten Tieres zu erklären. Oliver Junker, Trauerbegleiter für Kinder und Initiator von www.kindertrauer.info beantwortet die Fragen vom TT-Team zum Thema "Kind und Trauer" ...Weiter lesen
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Hund allein zu Haus
Experte Enrico Lombardi sagt, wie der Vierbeiner ohne Probleme und Stress auch ohne seine Rudelführer in der Wohnung gelassen werden kann
Text: Thomas Böhm/ Fotos Sönke Tollkühn
Laut einer Umfrage der Tierschutzorganisation TASSO dürfen 51 Prozent der Hundehalter ihren Liebling mit zur Arbeit nehmen - die anderen müssen ihr Tier zuhause lassen und das oft viele Stunden lang. Weil der Hund ein Meutetier ist, fällt ihm die Trennung vom Rudelführer besonders schwer. Wenn Herrchen oder Frauchen sich die Schuhe anziehen, die Jacke überwerfen und mit dem Schlüssel klimpern, heißt es für ihn: „Hurra, es geht mit dem Rudel nach draußen!" Um so größer ist der Frust, wenn die Tür vor seiner Schnauze zugeknallt wird. Frust bedeutet Stress und den will der Vierbeiner abbauen. Hundeexperte Enrico Lombardi, 37: „Der Hund versucht instinktiv Kontakt zu seinem Rudel zu halten, in dem er heult. Wenn er wimmert oder jault, schüttet er dabei Endorphine aus, die ihn in einen Trancezustand versetzen. Der hält nicht lange an, also belohnt er sich mit Ersatzhandlungen wie Teppiche und Tischbeine zerbeißen oder an der Tür scharren." Was ist also zu tun, damit der Hund in unsere Abwesenheit den Nachbarn nicht in den Ohren liegt und die Wohnungseinrichtung zerlegt?
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Wenn der große Hunger kommt
B.A.R.F. - was der Wolf mochte, schmeckt auch dem Hund
Text: Thomas Böhm/Fotos: Sönke Tollkühn
Wochenlang hatte der Weimaraner-Rüde Canis gesundheitliche Probleme. Sein Fell war matt und löchrig und er hatte oft Durchfall. Der Tierarzt stellte eine Futtermittelallergie fest. Also hat Frauchen Beret Kierzek die Ernährung umgestellt. Canis bekommt jetzt nur noch rohes Fleisch, Gemüse und Obst zu fressen. B.A.R.F. - biologisch artgerechtes Rohfutter. Und das bekommt ihm gut. Hartmut Doddeck, 41, Ernährungsexperte und Betreiber der Tierfutterkrippe in Neukölln: „Das industriell gefertigte, billige Dosenfutter besteht oft nur aus gekochten tierischen Nebenprodukten und ist in der Regel mit bis zu 80 Prozent Getreide angereichert. Getreide kann ein Hund aber gar nicht verwerten, außerdem ist dieser Füllstoff oftmals Auslöser der Allergie."
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Spiel, Sport, Spannung - hier ist jeder Hund ein Weltmeister
Text: Thomas Böhm/ Fotos: Sönke Tollkühn
Hunde sind Energiebündel. Dreimal am Tag Gassi gehen reicht nicht. Sie brauchen Beschäftigung, Abwechslung und viel Bewegung, damit sie nicht auf dumme Ideen kommen, schließlich wurden die meisten von ihnen für einen Job gezüchtet und sind als reine Haustiere unterfordert. In Berlin und Umland bieten Schulen und Vereine Hundesport an, der die Lernfähigkeit und den Bewegungsdrang der Tiere berücksichtigt, der aber auch zur Fitness des Halters beiträgt und die Bindung stärkt. Tausend Tölen stellt einige neue und populäre Hundesportarten vor und nennt die Anbieter.
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Hundetraining - alles für die Katz?
Immer wieder streiten sich die Experten über den richtigen Umgang mit dem Hund, dieses unbekannte Wesen. Jedes Jahr wird eine andere Trainingsmethode auf den Markt geworfen, der Vierbeiner immer wieder neu konfiguriert, die Konkurrenz verteufelt und an immer raffinierteren Erziehungshilfsmitteln getüftelt.
Die Pfotenspezialistinnen Saskia Kobal aus München und Martina Lassen aus Munkbrarup gehen ganz neue Wege und fordern ein radikales Umdenken in der Hundeerziehung. Tausend Tölen präsentiert exklusiv die Pfotenspezialisten und bittet seine Leser um Diskussionsbeiträge.
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Die besten Trainingshilfsmittel
Text: Thomas Böhm/Fotos: Sönke Tollkühn
Viele Hundehalter kennen das Problem. Da fuchtelt man mit den Armen herum, pfeift, flötet und meckert - und der Hund steht da und versteht nur Bahnhof. Menschen verständigen sich mit Hilfe der Sprache Hunde kommunizieren über ihren Körper. Dadurch „reden" beide oft aneinander vorbei. Inzwischen gibt es viele Hilfsmittel, um die Verständigungslücke zu schließen. Enrico Lombardi, 37, Leiter des Berliner DogCoach-Instituts: „ Diese Erziehungshilfen sind auch geeignet, dem Hund eine Führung und eine klare Struktur zu geben. Die braucht er, denn ein Hund ist kein Demokrat!" Früher wurden gerollte Zeitungen, Würge- und Stromhalsbänder verwendet. Die sind heute verpönt, wenn nicht sogar tierschutzrechtlich verboten. „ Kein Hilfsmittel, was durch falsche Anwendung Schmerzen verursacht sollte in den Handel kommen." Aber welches Hilfsmittel ist nun sinnvoll? Der Hundeexperte gibt Auskunft.
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Seniorengruppe Lucky Dog
Alte Hunde rosten nicht - Heike Skarupa und ihr quietschfideles Rentner-Rudel
Text: Thomas Böhm/Fotos: Sönke Tollkühn
Wenn Dogwalkerin und Trainerin Heike Skarupa von „Lucky Dog", 39, mittags mit ihrem Sprinter anhält und ihre Hunde rauslässt, sieht das anders aus als bei vielen ihrer Kollegen. Während andere Hunde übereinander aus dem Wagen springen, um den Grunewald im Sturm zu erobern, klettern ihre Vierbeiner einer nach dem anderen ganz langsam heraus und traben gemächlich los. Kein Wunder, in Heikes Seniorengruppe ist kein Hund unter 9 Jahren alt. „Aber auch unsere alten Hunde toben und fangen an zu spielen wie junge Hunde, wenn sie dazu animiert werden."
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Nachruf auf einen großartigen Freund
"Leb wohl Ajax, wir sehen uns!"
Vor über einem Jahr starb Ajax, der Hund von Tausend Tölen Leser Yves Krämer. So wie vielen anderen Hundebesitzern hat ihn der plötzliche und viel zu frühe Verlust seines vierbeinigen Freundes vor Schmerzen fast den Atem geraubt. Aber dann hat er seine Trauer in Worte verwandelt und eine wunderbare Geschichte über seinen wunderbaren Hund Ajax geschrieben.
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Wie ein Germanischer Bärenhund Wachkoma-Patienten hilft
Diggi weckt die Lebensgeister!
Text: Thomas Böhm/Fotos: Sönke Tollkühn
Auf dem Regal steht ein Bild, auf dem Rainhard Lingies, 56, mit seiner Frau tanzt. Er sieht fröhlich aus. Gegenüber vom Regal, im Krankenbett, liegt nur noch ein Schatten seines Selbst. Seit zwei Jahren leidet der ehemalige Handwerker am „Looked In Syndrom". Er ist gefangen in seinem eigenen Körper. Fast vollständig gelähmt, aber bei vollem Bewusstsein. Er kann sehen, hören, riechen und schmecken, sich aber nicht mitteilen. Die Folgen einer Gehirnblutung.
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Ruhig Blut!
Text: Thomas Böhm/ Fotos: Sönke Tollkühn
Momo weiß noch nicht, was ihr heute blüht. Freundlich und entspannt schaut die 2 ½ jährige Mischlingshündin die Tierärztin an, die gerade die Vena saphena am linken Hinterbein abtastet. Ein kleiner Piekser für drei Milliliter Blut. Das war's schon. Vorerst. Die Blutprobe kommt ins Labor, dort wird ein Blutbild erstellt und die Blutchemie analysiert. Momo darf vom Behandlungstisch wieder runter und mit Frauchen eine kleine Runde Gassi gehen. In zwanzig Minuten wird es dann aber ernst. Florentina Richter, 21, aus Kreuzberg ist heute in die Kleintierklinik Düppel gekommen, um Blut zu spenden. Das Blut von ihrer Hündin.
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Mutti, Mutti, er hat überhaupt nicht gebissen!
Hundebesuch im Kindergarten - Unterwegs mit den „Helfern auf vier Pfoten"
Ganz vorsichtig zieht der vierjährige Berk der großen schwarzen Hündin an den Ohren und zupft ihr am dicken Fell. Die Howard-Mix-Dame Gipsy rührt sich nicht, Berk klatscht in die Hände und strahlt: „Guckt mal, die tut gar nichts. Die ist ja ganz lieb!". Die anderen Steppkes in der Bärengruppe des Kreuzberger Kindergartens „Komsu" jubeln und rutschen immer dichter an die sechsjährige Hündin heran.„Das wäre vor zwei Monaten noch unmöglich gewesen", freut sich Erzieherin Nevin, 30. „Jetzt hat keiner mehr in meiner Gruppe Angst vor Hunden."
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TV-Star Ross Antony
"Nicht ohne meine Hunde!"
„Sind die nicht süüüß!" Pop-Star Ross Antony, 34, streichelt zärtlich über die kleinen Köpfe von Inca und Skylar, seinen Toi-Terrier-Mädchen. „Ich bin jeden Tag aufs Neue in sie verliebt!" Schon als Kind hat der sympathische Sänger und Entertainer mit Hunden gespielt. „In unserer Familie waren wir alle sehr tierlieb!"
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Hundebesuch in der Senioren-Residenz
Monthy macht müde Mädels munter!
Text: Thomas Böhm/Fotos: Sönke Tollkühn
Elvira Schmid, 88, ist putzmunter. Denn heute ist Dienstag. Und Monthy kommt. Der Gast, auf den sie und die anderen Damen in der Pro Seniore Residenz Wasserstadt in Spandau schon sehnsüchtig eine Woche lang gewartet haben. Monthy ist acht Jahre alt und ein riesiger zotteliger Schäferhund.
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Die Schwestern aus der Heide 11
Bier und Korn - Die Zechbeller
Sie heißen Bier und Korn, schlabbern aber nur leicht angewärmtes Leitungswasser. Bier und Korn sind zwei knuddelige, weibliche Möpse und die Maskottchen von „Heide 11", der beliebten Eckkneipe in Neukölln. „Eigentlich heißen meine Damen Lucie und Dorle", sagt Wirtin Babsi „Aber weil sie immer angerannt kommen, wenn jemand Bier und Korn bestellt, haben wir sie umgetauft."
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Oliviera hat einen Narren an ihrer französischen Bulldogge gefressen
"Für meinen Nugat ist mir nichts zu teuer!"
Text: Thomas Böhm/Fotos: Sönke Tollkühn
Sie nennt ihr Baby „Nugi", „Rampensau" oder „Noccola", aber es gehorcht nur auf den Namen „Nugat Jardin de Paradis. Oliviera, 38, Geschäftsfrau aus Charlottenburg ist ganz vernarrt in ihre französische Bulldogge. Das kompakte Kraftpaket ist aber auch ein Wonneproppen. Immer fröhlich, immer freundlich und total verwöhnt.
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Der Gutachter
Wenn der Hund zum TÜV muss
Text: Thomas Böhm/ Fotos Sönke Tollkühn
Isa Genthner, 26, aus Kreuzberg ist aufgeregt. Ihr geliebter Staffortshire-Mix Cash, eine "38-Kilo-Granate", muss heute zum TÜV. Zwar hat die Kellnerin mit 50 von 60 richtigen Antworten ihren Sachkundenachweis gut bestanden, aber jetzt ist der Vierbeiner fällig, muss unter den strengen Augen des Gutachters Enrico Lombardi, 37, den Wesenstest bestehen. Der Hundeprofi ist einer von 49 Sachverständigen, die von den Berliner Veterinärämtern anerkannt und bestellt werden und Cash ist ein Listenhund und mit 16 Monaten im Flegelalter. Er hat zwar niemanden gebissen, aber da seine Rasse als gefährlich eingestuft wurde, reichen Maulkorb und Leine nicht aus.
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Lars Thiemann ist DER Dogwalker von Berlin
"Für meine Hunde laufe ich meilenweit!"
Text: Thomas Böhm/ Fotos Sönke Tollkühn
Morgens, 11.30 Uhr Schlachtensee. Der Parkplatz hat sich innerhalb kürzester Zeit in einen Busbahnhof verwandelt. Es ist die Zeit der Dogwalker. Eine Dienstleistung, die von Berliner Hundehaltern immer mehr in Anspruch genommen wird, die berufstätig oder verhindert sind, ihren Vierbeinern aber trotzdem durch einen täglichen Auslauf im Rudel, ein artgerechtes Leben gönnen. Schätzungsweise 50 Dogwalker sind täglich in Berlin unterwegs. Einer von ihnen ist Lars Thiemann. Der Hundetrainer und Sachverständiger hatte vor 15 Jahren als einer der ersten diese Idee und ist seitdem bei jedem Wetter täglich mit seinem Rudel unterwegs. Das Tausend Tölen Team hat den Hundeausführer interviewt.
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Die neue Super-Nase ist eine Magyar Viszla Hündin
Miss Marple - Dem Verbrechen auf der Spur
Specials: Alles über die Rasse Magyar Vizsla und über "Man Trailing
Text Thomas Böhm/Helmut Becker-Zang/Fotos: Sönke Tollkühn/privat
Wenn Polizei und Feuerwehr nicht weiter wissen, kommt sie zum Einsatz: Miss Marple ist die Super-Schnüfflerin von Berlin. Die sechsjährige Magyar-Vizsla-Hündin hat für das LKA und die Mordkommission schon mehrere Kapitalverbrechen aufgeklärt, ist den Behörden bei der Suche nach Leichen oder Vermissten eine willkommene Helferin und manchmal auch eine Nasenlänge voraus. In einem Interview erzählt ihr Boss, Rettungshunde-Führer Helmut Becker-Zang, 56, aus Wilmersdorf, warum Miss Marple ein ganz besonderer Hund ist. Er beschreibt ihre Ausbildung, die Arbeit bei der „biologischen Wasserortung", ihre Erfolge und verrät seine Tricks.
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Drama in Grönland
Das grausame Leben und Sterben der Schlittenhunde
Schlittenhunde in Grönland, einst Partner und wichtiger Helfer im harten Leben auf der größten Insel der Erde. Die stattlichen Hunde mit meist hellem Fell und den stahlblauen Augen sind wie geschaffen für das raue Klima. Früher waren die von den Tieren über erstaunlich weite Strecken gezogenen Schlitten die einzigen Fortbewegungsmittel. Jetzt berichten Augenzeugen von einem trostlosen Hundeleben in Dreck und Müll, an kurzen, tief ins Fleisch einschneidenden Eisenketten, ohne Schutzhütten. Die Tiere sind oft bis auf die Knochen abgemagert und mit Wunden übersät. Vielen Grönlandhunden werden außerdem die Zähne mit dem Hammer eingeschlagen, damit sie ihre Leinen nicht durchbeißen. Laut den Aussagen von ortsansässigen Amtstierärzten sollen 60-70 % aller Schlittenhunde in Grönland unter derart katastrophalen Bedingungen leben.
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Billigware Welpen
Ein mörderischer Handel!
Für sie sind Hunde nur Sonderangebote, die schnell verkauft werden müssen. Alles, was liegenbleibt wird weggeworfen, wie faules Obst. Die Welpen-Dealer werden immer skrupelloser, nutzen das Mitleid der Tierfreunde aus und bedienen die Schnäppchenjäger unter den Hundehaltern. Die Billig-Welpen sind meistens dem Tode geweiht, bevor sie überhaupt richtig anfangen können, zu leben.
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Hände hoch, oder ich belle!
Eine Reportage über die härteste Hundeschule Deutschland "Fighting City"
Text: Thomas Böhm/Fotos: Sönke Tollkühn
Sie retten Menschenleben und verhindern Attentate. Sie sichern Beweise, stellen flüchtige Straftäter und wenn es bei Krawallen hart auf hart kommt, sind sie ganz vorne mit dabei.
Die Berliner Schutzdiensthunde. Bei vielen Ermittlungen sind die vierbeinigen Schnüffler ihren Dienstherrchen immer eine Nasenlänge voraus. Unentbehrlich als zuverlässige und treue Partner für die Polizei im stressigen Arbeitsalltag. Und dabei wollen sie nur spielen. „Tausend Tölen" hat die Ordnungshüter mit Biss bei ihrem Training beobachtet.
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Die Welpen-Mama und ihre Liebe zur spanischen Aristokratie
Flamenco auf vier Pfoten
Text: Thomas Böhm/ Fotos: Marilla Slominski
Es ist halb Zwölf in der Nacht. Die Maschine aus Fuerteventura hat kaum Verspätung. Trotzdem läuft Daniela Frieser, 43, seit einer halben Stunde in der Ankunftshalle vom Flughafen Tegel auf und ab. „Das ist ja nun nicht mein erster Hund von der Insel, aber es ist immer wieder aufregend!" Endlich taucht der Flugpate auf. Er hat einen Podenco-Welpen auf dem Weg von den Kanarischen Inseln nach Berlin begleitet und gibt nun sein „Gepäck" an Daniela weiter. Durch die Gitter der Transportbox schauen zwei hellgelbe Augen neugierig in eine neue, hektische Welt. Daniela laufen die Tränen über die Wangen.
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Ein Hund mit Zukunft - Zum ersten Mal öffentlich fotografiert
Wahrsagerin Gabriele Hoffmann und ihr bester Freund Udo
Text: Thomas Böhm/Fotos: Marilla Slominski/Constantin Pauli
Udo schaut Frauchen tief in die Augen, in denen sich im Gegenlicht der Kopf des Hundes widerspiegelt. Unbeweglich sitzt der Kraftprotz vor ihren Füßen und lässt den Blick nicht los. „Ich brauche keine Wahrsagerin zu sein, um zu wissen, was gleich kommt“, schmunzelt Gabriele Hoffmann, 54, und steht auf. Mischling Udo folgt ihr, wedelt wild mit dem Schwanz. Frauchen holt ein Bällchen aus der Spielzeugkiste und wirft ihn durch den Flur. Der Spaß beginnt. „Mein Udo ist ballverrückt. Das habe ich ihm beigebracht, als ich mein Buch zuende schreiben musste, und nicht so viel Zeit hatte, mit Udo spazieren zu gehen. Da habe ich einfach mit der einen den Ball immer durch die Wohnung gedonnert und mit der anderen geschrieben.“
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Blindes Vertrauen
Ein behinderter Hund ist kein Handicap – die Geschichte von Sky und Frauchen Petra Herrmann
Text: Thomas Böhm/Fotos: Marilla Slominski
Mit einem mächtigen Satz springt Sky über die Treppen in den Garten, flitzt ein paar Runden um den alten Apfelbaum, tobt mit seinen beiden Hunde-Kumpels Trixi und Unkas, rollt sich über den Rasen und schaut Schwanz wedelnd in den Himmel. Als Frauchen ihn ruft, springt er auf, macht vor ihren Füssen „Sitz“ und gibt Pfötchen. Der Australian Shepherd-Border Collie Mix ist ein ganz normaler, glücklicher Hund. Aber Sky kann nichts sehen und ist einseitig taub. „Blinder Hund“ steht auf seinem Geschirr.
„Sonst würde das kein Mensch merken“, sagt Frauchen Petra Herrmann, 43. Dass sich der zweijährige Sky so „unauffällig“ verhält, ist das Resultat ihrer konsequenten, liebevollen und geduldigen Erziehung.
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Die Hunde vom Bahnhof Zoo
Wenn du auf der Straße lebst, brauchst du einen guten Freund
Text: Thomas Böhm/ Fotos: Marilla Slominski
Haben Sie ein bisschen Kleingeld für die besoffenen Pinguine am Nordpol?“ Die 18-jährige Kiki lacht und hält die Hand auf. Die gepiercte Unterlippe glänzt in der Abendsonne. Ihr Terrier-Mix Lucky macht brav „Sitz“ und reibt seinen Kopf an ihren Springerstiefeln. Dafür gibt’s von den Passanten ein paar Cent und einen kleinen Hundkuchen. 19 Uhr am Bahnhof Zoo. Kiki hockt schnorrend am U-Bahnausgang. Das macht sie, seitdem sie vor zwei Jahren von zu Hause weg ist, der Hund ist immer an ihrer Seite. „Mein Mutter war einfach zu blöd. Aber mein Lucky ist cool, der labert mich nicht ständig voll und passt auf, dass mich keiner von der Seite anmacht. Wenn du auf der Straße lebst, brauchst du einfach einen guten Freund.“ Die beiden sind ein unzertrennliches Paar.
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Warum man nicht alle Pudel über einen Kamm scheren kann
Abenteuer Hundefriseur
Text: Thomas Böhm/ Fotos: Sönke Tollkühn
Hunde sind wie Menschen, unterschiedlich. Ein Neufundländer braucht eine andere Fellpflege als ein Rauhaardackel. Aber eins gilt für alle: Irgendwann müssen sie - wie Frauchen - zum Friseur. Ob sie „wollen" oder nicht. TT-Reporter Thomas Böhm hat mal einen Tag lang im Hundesalon „Snobby Dogs" in Charlottenburg mitgeholfen. Und unter seinen zwei linken Händen ist kein Vierbeiner ungeschoren davon gekommen.
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