
Keine Hunde
Viel schlauer als Hunde
Text:Thomas Böhm/ Fotos: Sönke Tollkühn

Wenn Elvis und Sunny mit Frauchen Nicolle Müller, 33, um die Häuser ziehen, dann gehen in der Nachbarschaft überall die Türen auf. Denn Elvis und Sunny sind Nasenbären, zwei freche Racker aus Südamerika, die überall für Aufsehen und lachende Gesichter sorgen.
„Ich habe die Geschwister von einem Zoozüchter. Der hat sie in letzter Sekunde gerettet, weil sie von der Mutter fast getötet worden wären. Für die „freie Wildbahn" waren sie einfach viel zu leicht (50 statt 100 Gramm Geburtgewicht). Da wollte die Mutter halt kurzen Prozess machen. Und drei Welpen hatte sie auch schon gekillt und aufgefressen. Ich war die Einzige, die sich die Aufzucht der beiden Überlebenden zugetraut hat." Von Hand mit Miniportionen Welpenmilch und jeder Menge Rotlicht zog Nicolle die damals noch schwarzfelligen Kleinen auf. Jetzt sind sie 17 Monate alt, halbstark, immer übermütig und haben die stattliche Länge von knapp einem Meter erreicht. Davon ist aber die Hälfte ein braun-beige geringelter Schwanz.
Platz zum Toben haben sie genug. In ihrem 20 Quadratmeter großen Bärenzimmer steht ein riesiger, künstlicher Kletterbaum, mit Schaukeln, Treppen, Seilen, Höhlen und Aussichtsplattformen. Beim Turnen in luftiger Höhe dient ihr buschiger Schwanz zum Balancieren. Auch geschlafen wird in erhöhter Position - so wie es die wilden Artgenossen in der Natur auch tun. Nur schlafen sie hier nicht in den Baumkronen, sondern eingekuschelt in ein warmes Kissen auf einem Hochbett.
„Nasenbären haben im Verhalten viel mit Katzen gemein, obwohl sie in der Biologie zu den Hundeartigen zählen. Und für Katzen-Crusties tun sie alles."| - Impressum -- AGB -- Nutzungsbedingungen -- Datenschutzerklärung - |
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