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Die Pfotenspezialisten
Hundetraining - alles für die Katz?Immer wieder streiten sich die Experten über den richtigen Umgang mit dem Hund, dieses unbekannte Wesen. Jedes Jahr wird eine andere Trainingsmethode auf den Markt geworfen, der Vierbeiner immer wieder neu konfiguriert, die Konkurrenz verteufelt und an immer raffinierteren Erziehungshilfsmitteln getüftelt.
Die Pfotenspezialistinnen Saskia Kobal aus München und Martina Lassen aus Munkbrarup gehen ganz neue Wege und fordern ein radikales Umdenken in der Hundeerziehung.
Tausend Tölen präsentiert exklusiv die Pfotenspezialisten und bittet seine Leser um Diskussionsbeiträge.
Die einmalige Welt von Mensch und HundEgal ob bei Mensch oder Hund: Erziehung war und ist kein leichtes Thema. Trotzdem werden - gefühlt alle fünf Minuten - aus irgendeiner Ecke neue Verhaltenstheorien und Leitlinien erfunden, die bei genauer Betrachtung aber Schnee von gestern sind. DieTechnik ist dabei immer die Gleiche: Alte Hüte werden als bahnbrechende Revolution in der Hundeerziehung verkauft.
Der Hund, so die allgemeingültige konservative Lehre, kann im Prinzip weder denken noch fühlen. Genau das ist aber Gegenstand der aktuellen kognitiven Verhaltensforschung, die derzeit noch wenig bis keine Beachtung findet. Warum wird das in der breiten Öffentlichkeit ignoriert? Ist der Mensch vielleicht noch gar nicht bereit, von seinem hohen Sockel als einzig denkendes Wesen herunter steigen zu wollen?
Dabei könnte man sich das Leben mit dem Hund um so vieles leichter machen, wenn man die neuen Forschungsergebnisse in den Alltag einbeziehen würde. Und wenn sie weitere Verbreitung finden würden! Ruhigen Gewissens könnte man den gekünstelten alten Kram der „modernen" Hundeerziehung in die Ecke packen und zu den Wurzeln zurückkehren.
Nämlich den Hund wirklich zu verstehen.
Der historische Ausgangspunkt ist klar: Die gesamte Hundeerziehung basiert hauptsächlich auf zwei Säulen. Diese beiden Säulen sind aber nach derzeitigem Kenntnisstand ziemlich fraglich und mürbe geworden. Die erste Säule ist dabei die klassische Verwolflichung des Hundes, im Fachjargon bekannt unter dem Begriff "Lupomorphismus". Was genau verbirgt sich dahinter?
Im 20. Jahrhundert wurden viele Forschungsprojekte mit Wölfen betrieben, um damit auch das Verhalten von Hunden erklären zu können. Die Hunde selbst wurden hingegen weniger erforscht, weil sie als künstlich gezüchtete und rein vom Menschen erschaffene Wesen definiert wurden. Aufschlussreiche Ergebnisse sollte daher der heute noch lebende Stammvater des Hundes liefern, der Wolf, der Canis Lupus. Allerdings stellt sich die Frage, in wie weit der derzeitige Wolf überhaupt noch der Urahn des Hundes ist.
Fakt ist: Zwischen dem Wolf und dem Hund liegen über 30.000 Jahre getrennte Entwicklungsgeschichte. Mathematische Berechnungen, die auf der Genetik von unterschiedlichen Caniden (Hundeartigen, also Wolf, Kojote und Hund) basieren, gehen sogar von über 100.000 Jahren aus. Nun können sich viele Hundeartige untereinander verpaaren, was wiederum die Frage aufwirft, wie ähnlich der heutige Wolf dem Stammwolfvon vor vielen tausend Jahren überhaupt noch ist oder sein kann.
Selbst wenn man all diese Fragen wohlwollend außer Acht lässt, lauert sofort das nächste Problem: Die klassische Wolfsforschung wurde primär an Gehege-Wölfen betrieben. Diese Wölfe lebten in keinem echten Familienverbund, sondern stammten meist aus verschiedenen Aufzuchten. Es bildeten sich starke Dominanzstrukturen und Hierarchien, oft mit aggressiven Anteilen. Damit gab sich die Wissenschaft zufrieden, die Legende vom Alphawolf war erschaffen.
Aber: In den letzten 10-15 Jahren wurde in Freilandforschungen herausgefunden, dass das normale Wolfsrudel eine ganz normale Familie mit Elterntieren und deren Nachkommen ist. Das Zusammenleben verläuft meist friedlich und ruhig. Die Jungtiereverlassen nach spätestens drei Jahren das Rudel, um selbst Familien zu gründen.
Sämtliche alteingesessene Dominanztheorien und Verhaltensbeobachtungen beruhen also auf Wolfsgruppen nicht immer verwandter Individuen, eingepfercht in Zwingern und gefüttert vom Menschen.
Die Ergebnisse dieser Studien wurden nun eins zu eins auf unseren Familienhund übertragen. Und dies betraf nicht nur die Einschätzung und Beurteilung des Hundes, sondern sollte auch das Verhalten des Menschen beeinflussen. Plötzlich wurde dem Hundebesitzer eingetrichtert, er müsse sich wie das aggressive Alphatier eines Wolfsrudels benehmen, also wie ein dominanter Wolf in Gefangenschaft. Dies entspricht aber weder der Natur des Menschen, noch der des frei lebenden Wolfes, noch der unseres Familienhundes, der sich über Jahrtausende an die Kommunikation mit dem Menschen angepasst hat!
Die zweite große Säule der Hundeerziehung basiert auf den Thesen der Lerntheorie, die sich aus dem Behaviorismus entwickelt hat. Der Behaviorismus ist ein rein theoretischer Standpunkt, nach dem Verhalten mit Mitteln der Naturwissenschaft erforscht werden kann. In seiner radikalen und zugleich immer populärer werdenden Form wurde er zunehmend "mechanistischer". Soll heißen: Diese These schließt Gefühle und Gedanken (Reflektionen) völlig aus, da diese im Labor nicht nachgewiesen werden können.
Nach dieser Sichtweise kann der Hund also nur dann lernen, indem Reize gesetzt werden, und die Reaktionen darauf reflexartig konditioniert oder andressiert werden. Jeder Hundebesitzer kennt dieses Phänomen, wenn er in der Hundeschule einen Klicker in die Hand gedrückt bekommt und ihm dann nur all zu oft ein falsches Timing vorgeworfen wird. Denn diese These beruht darauf, dass die Reaktion des Hundes innerhalb von 0,5 bis 0,8 Sekunden sofortige Konsequenzen haben muss. Im Fachjargon nennt man dies operante Konditionierung.
Neue Studien im Rahmen der kognitiven Verhaltensforschung haben nun ergeben, dass Hunde ein Langzeitgedächtnis haben und sich an vergangene Ereignisse sehr guterinnern können. Ebenso ist es heutzutage keine Frage mehr, dass Hunde Situationen einschätzen und bewerten können. Ihre Emotionen können die Lernerfahrung also stark beeinflussen. Das völlige Gegenteil des mechanistischen Ansatzes also.
In weiteren Studien wurde nachgewiesen, dass Hunde ganz ähnliche Kommunikationsmerkmale zeigen, wie sie in einem menschlichen Schüler-Lehrer-Verhältnis vorkommen. Viele Verhaltensweisen gleichen denen, wie sie bei Kindernzwischen acht Monaten und 14 Jahren beobachtet werden. Das setzt den Effekt der Konditionierung zwar nicht außer Kraft, zeigt aber sofort, dass es ganz einfach vieleweitere Wege geben muss, um den Hund zu erziehen und mit ihm zu kommunizieren.
Wir von den Pfotenspezialisten haben es uns zum Ziel gesetzt, sowohl den äußerstfraglichen, wenn nicht sogar überholten Lupomorphismus beim Hund zu minimieren, unddie Konditionierung nur als kleinsten Baustein in einem ansonsten reichhaltig gefülltenWerkzeugkasten der Kommunikation Hund-Mensch zu verwenden.
Immer wieder hören wir die Frage, wie man dem Hund denn ohne operante Konditionierung Dinge vermitteln soll. Die Erklärung ist recht einfach. Das Säugetier Mensch spielt seit vielen tausend Jahren eine zentrale Rolle in der Welt des Hundes. Umgekehrt war es lange Zeit übrigens auch so. In dieser langen Phase spielte die operante Konditionierung nie eine Rolle und es wurde nie danach gearbeitet. Es gab diese Theorie noch nicht. Auch wurde der Hund nicht als Wolf betrachtet. Die Menschen sahen die Hunde als Mitgeschöpfe, die in vielen Dingen dem Menschen ähnlich waren. Sie erzogen die Hunde mit Respekt und den Mitteln, die sie hatten. Diese Mittel glichen oft der Kindererziehung, was auch die natürliche Verhaltensweise von Menschen ist.
Hunde ihrerseits haben sich auf das Menschenverstehen spezialisiert. Heute wird davonausgegangen, dass Hunde sich selbst domestizierten. Sie schlossen sich also aktiv den Menschen an und erlernten aktiv die Kommunikation mit ihm. Es stellt sich daher eher die Frage, ob ich als Mensch meinem Hund überhaupt etwas verheimlichen kann, als die Frage, ob er mich versteht.
Schon hier sieht man ein weiteres Manko an der derzeitigen Hundeerziehung. Kann der Mensch dem Hund beispielsweise vormachen, dass er sich freut, wenn der ungehorsame Kerl nach stundenlangem Rufen endlich angeschlendert kommt? Oder bemerkt der Hund nicht doch an vielen kleinen Zeichen in unserem Auftreten, dass sein Mensch eigentlich stinksauer ist? Hält der Hund den Menschen möglicherweise für ziemlich verrückt, wenn sein Herrchen oder Frauchen auf dem Hundeplatz stehen und plötzlich völlig seltsame Dinge tun und sich benehmen, als hätte sie eine Tarantel gestochen?
Hinzu kommt, dass der Mensch menschlich ist und das 24 Stunden am Tag. Genauso ununterbrochen lernt der Hund von seinem Menschen. Dies kann kein Mensch verhindern, auch wenn er es noch so sehr wollte. Selbst ein Zwingerhund lernt seine Menschen durch Beobachtung sehr genau kennen und verstehen.
Kein Mensch ist in der Lage, sich im Alltag andauernd so zu verstellen, damit er die Vorgaben der modernen Hundeerziehung erfüllt. Kein Mensch schafft es, den liebenlangen Tag zu konditionieren oder sich zum Wolf zu machen. So erfüllt das gezielte, aber letztlich gekünstelte Training des Hundes nur einen recht kleinen Teil in seinem Leben. Und gerade dieser Teil ist auch noch der unehrlichste und unverständlichste in der
Beziehung Mensch-Hund.
Mit dem Hund gemeinsam wachsenViele Menschen haben leider heutzutage den Draht zur Natur verloren. Damit ist auch ein Teil des Instinkts begraben worden, wie man mit Hunden kommunizieren kann. Er ist aber nicht verloren gegangen. In Experimenten wurden verschiedene Menschen getestet, ob sie auf Tonband aufgenommene Belllaute den jeweiligen Emotionen des Hundes zuordnen konnten. Dabei gab es keinen Unterschied in der Erfolgsquote zwischen Hundehaltern und Nicht-Hundehaltern. Der Mensch kann es also doch noch, er muss nur auf seinen gesunden Menschenverstand vertrauen und sich auch gefühlsmäßig steuern lassen.
Der Hund reagiert auf feinste körperliche und akustische Signale des Menschen. Dadurchergibt sich für den Menschen die einmalige Gelegenheit, seine eigenen Sinne zu schärfenund auf die feinen Zwischentöne zu hören, die sich in der komplexen Kommunikationzwischen zwei eng verbundenen Spezies ergeben. In diesem Zusammenspiel zwischendem Mensch und seinem Hund entwickeln sich viele individuelle Nuancen, fast schon Dialekte. Manche Außenstehende empfinden das als ein fast unheimlich wirkendes Band zwischen den beiden Partnern.
Aus dieser Tatsache heraus ergibt sich das nächste Problem der derzeitigen Anschauung über Hunde: die Verallgemeinerung. Natürlich stammt der Hund von einem noch nicht definierten Urwolf ab, er hat vier Pfoten und ein Raubtiergebiss. Seine Sinne sind auf andere Dinge ausgelegt, als die von Menschen.
Dem Hund bleibt oft nichts anderes übrig, als sich so zu verhalten, wie es diese genetischen Veranlagungen vorgeben. Der Hund hat aber ein weiteres, heraus stechendes Merkmal. Sowohl die ganze Spezies als auch jedes Individuum hat eine von anderen Tieren (außer dem Menschen) kaum erreichte Formbarkeit des Verhaltens.
Der Hund kann sich an alles anpassen, sein Verhalten variiert beliebig nach den Anforderungen, der Umgebung und den sozialen Einflüssen. Es wurde sogar nachgewiesen, dass Hunde Menschen nachahmen. Dieses Phänomen wird allerdings nur selten erkannt, da sie die Handlungen an ihre körperlichen Gegebenheiten anpassen müssen (fehlende Hände haben größere Auswirkungen auf ein Lebewesen, als man es
gemein hin annehmen würde).
Die extreme Flexibilität der Hunde und ihre enorme Lernfähigkeit lassen Verallgemeinerungen sträflich erscheinen. Hunde können durchaus ein bestimmtes und ini rgendwelchen Listen klassifiziertes Verhalten zeigen (typische Beispiele wären hier T-Stellung, Schwanz wedeln, Lippen lecken etc.). Dieses muss und hat jedoch nicht immer dieselbe Bedeutung bei jedem Hund. Sogar ein einziger Hund kann diese Verhaltensweisen je nach Situation unterschiedlich zeigen und den Sinn des Verhaltens verändern. Beschreibungen von Verhaltensweisen bei Hunden haben daher selten definitiven Aussagewert. Allerdings wurde der Hund auch in dieser Hinsicht recht wenig studiert. Die meisten Beobachtungen beziehen sich auch in diesem Fall wieder auf Wölfe in Gefangenschaft.
Eine grundsätzliche Erziehungsmethode, wie sie in einem Handbuch für den Hundehalter stehen könnte, kann es also nicht geben. Kein Mensch ist in der Lage eine Bedienungsanweisung für ein so komplexes Säugetier wie den Hund zu schreiben. Den Hund in einen Wolfspelz zu stecken, erweist sich als immer untauglicher, insbesondere seit in den letzten zehn Jahren die kognitive Verhaltensforschung auf den Hund gekommen ist. Viele dieser Tests und Experimente beweisen, dass sich Mensch und Hund sehr ähnlich sind, sich aneinander angeglichen haben, insbesondere was Kommunikationund soziale Interaktion angeht.
Vielleicht kommt nun ein Aufschrei, dass wir den Hund vermenschlichen würden. Wir halten es aber für viel fruchtbarer für beide Seiten, wenn der Mensch den Hund als gleichwertigen Partner akzeptiert, ihn erzieht, wie er auch seine Kinder erzieht und in ihm das sieht, was er sprichwörtlich ist: Der beste Freund des Menschen.
Wie sieht die Praxis aus?Natürlich muss jeder Hund das Grundgerüst der Erziehung lernen. Er muss in Gefahrensituationen möglichst früh kontrollierbar sein, vor allem wenn der Hund selbst die Lage möglicherweise noch nicht einschätzen kann. Die Kunst dabei ist, dem Hund dieses Basiswissen so zu vermitteln, dass er später die logischen Zusammenhänge versteht. In der Praxis halten wir es deswegen für sinnvoller, dem Hund die Grundbefehle vor allem in Alltagssituationen beizubringen. Er kann "Sitz" lernen, wenn ein Auto vorbeifährt, "bei Fuß"gehen, wenn man den Weg von kleinen Kindern kreuzt, in "Platz "gehen, wenn Möbelpacker die Wohnung bevölkern oder "Bleib" üben, wenn es am heißen Herd dampft und zischt.
Läuft der Hund beispielsweise auf die Straße, ist es eine Möglichkeit, stehen zu bleiben und sich nicht mehr zu rühren. Der Hund wird sich wundern, warum Mensch das macht und nachgucken wollen. Nach einigen Wiederholungen wird er begreifen, dass der Mensch deswegen stehen geblieben ist, weil er auf die Straße gelaufen ist.
Man kann sich auch an sich auch die Nachahmungsfähigkeiten des Hundes zu Nutze machen, indem man ihm Dinge einfach vormacht. So konnte in vielen Experimentennachgewiesen werden, dass Hunde ein Problem besser und schneller lösen, wenn sie sich vorher die Lösung beim Menschen abschauen konnten.
Ein guter Verbündeter ist zudem das Spiel. Wenn Hunde spielen, haben sie absolutes Vertrauen zum Spielpartner und schenken ihm sehr viel Aufmerksamkeit. Die Lernbereitschaft ist ohne viel Aufwand erhöht und bietet so die Möglichkeit, Inhalte ohne Druck einprägsam zu vermitteln. Es ist also relativ einfach, Erziehungselemente in das Spiel einzubauen, ohne das Stress entsteht. Der Hund lernt im Spiel auf natürliche Weise,
sich in bestimmten Situationen passend zu verhalten und verallgemeinert dies auch schnell.
Wenn er beispielsweise auf einen Ballwurf wartet und sich dabei hinsetzt, wird er dieses Verhalten auch schnell auf andere Situationen beziehen, in denen er aufmerksam warten muss. Zudem stärkt die Möglichkeit, dass der Hund jederzeit mit einer Spielattacke von Frauchen und Herrchen rechnen muss, die Aufmerksamkeit und damit langfristig auch die Bindung.
Wie man sieht, sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Jeder Halter kann bei seinem eigenen Hund am besten ausprobieren, was für den Hund am verständlichsten ist und -ganz profan formuliert - am meisten Spaß macht.
Wie und mit welcher Technik die einzelnen Elemente vermittelt werden, ist von Menschund Hund abhängig. Nichts spricht gegen die Gabe von Leckerlis, Einfangen vonHandlungen (das Belohnen von selbstständig gezeigten Aktionen), Locken in diegewünschte Position oder ähnliches. Nur die Anwendung von körperlicher Gewalt ist ungünstig, da auf keinen Fall das Vertrauensverhältnis in der anfänglichen Lernphase gestört werden darf.
Unmutsbekundungen von Seiten des Menschen schließt das allerdings nicht aus. Es kann dem Hund durchaus weiter helfen, wenn er eindeutig und schnell erkennt, dass eine bestimmte Handlung in der gezeigten Form gerade nicht die richtige Lösung der Situation war. Zudem lernt er sukzessive auch die feinsten Unmutsbezeugungen zu erkennen, was zur Folge hat, dass diese Signale immer subtiler und damit für Mensch und Hund angenehmer werden können.
Gespielte gute Laune erzeugt eher Missverständnisse. Der Hund, der seinen Menschauch in ärgerlichen Situationen einschätzen kann und durchaus kennt (kein Mensch hati mmer gute Laune), könnte von einer künstlichen Verhaltensweise eher irritiert werden.
Der Hund muss erkennen, warum er etwas tut, und nicht die Handlung ausschließlich um ihrer selbst Willen ausführen. Es kann möglich sein, dass der Hund etwas länger braucht, um die Anforderung richtig zu verstehen, da sie unter Ablenkung verlangt wird. Dennoch wird er später von sich aus die richtigen Reaktionen zeigen, ohne dass der Mensch ständig regulierend eingreifen muss. Während er auf diese Weise die Grundbefehle erlernt, dann fördert der Mensch gleichzeitig das Mitdenken. Der Hund kann seinen Handlungsspielraum und seine Lernerfahrungen selbstständig erweitern.
Der positive Effekt bei der Erziehung über die Kognition ist nebenbei, dass die Mensch-Hund-Bindung auf Grund des Vertrauens verstärkt wird. Beide werden eine Menge Spaßhaben, gegenseitig voneinander lernen und die Kommunikation wird immer feiner, leiser und selbstverständlicher. Pfotenspezialisten will helfen, diesen Weg zu gehen, den Hundschneller zu verstehen und die eigenen Handlungen zu überprüfen.
Mehr Informationen und Kontakt unter www.pfotenspezialisten.de
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