Sina würde sich riesig über ein neues Zuhause freuenWer hat ein Herz für graue Schnauzen?

Traurig wartet Sina jeden Tag im Tierheim Berlin auf ein Wunder. Vier Jahre muss die hübsche Hündin bereits ohne ein eigenes Herrchen oder Frauchen auskommen. Diese Rolle übernehmen seit 2006 die Pfleger im Tierheim Berlin. Weil Sina zu den so genannten gefährlichen Hunden gehört, gilt sie als schwer vermittelbar. Der Traum vom eigenen Zuhause mit einem Sofa zum Kuscheln und einem Garten zum Toben rückt für die 7-jährige Hündin in weite Ferne, weil die Haltung solcher Tiere nach dem Berliner Hundegesetz an strenge Auflagen gebunden ist. So wie Sina geht es gut 80 Prozent der mehr als 310 Hunde, die derzeit im Tierheim Berlin versorgt werden. Entweder gelten sie als so genannte Listenhunde, sind alt oder chronisch krank. „Diese Schützlinge bleiben teilweise über Jahre in unserer Obhut", sagt Wolfgang Apel, der Präsident des Tierschutzvereins für Berlin und des Deutschen Tierschutzbundes.


„Durch die lange Verweildauer sind unsere Aufnahmekapazitäten leider total erschöpft", so Apel weiter. Die Folge: Weil sich in Berlin nicht genügend Auch Bonny fühlt sich einsam im TierheimBesitzer für Tierheim-Hunde finden, werden bereits die Tierheime des Deutschen Tierschutzbundes um solidarische Unterstützung gebeten.
Mit mehr als 1.450 Tieren vermeldet der Tierschutzverein deshalb eine noch nie dagewesene Belegung. „Derartige Zahlen kennen wir eigentlich nur aus der Sommerzeit", erklärt Wolfgang Apel. So liegt der Schwerpunkt in diesem Jahr besonders stark auf der Vermittlung der zahlreichen Sorgenkinder. Mehr Infos unter www.tierschutz-berlin.de