Ist biobag die LösungGefängnisstrafen für Hundehaufen-Sünder?

Die Berliner Stadtreinigung (BSR) fordert ein strengeres Vorgehen gegen Hundehalter, die den Dreck ihrer Tiere nicht beseitigen. Was fehle, sei neben wachsamen Mitmenschen auch eine härtere Bestrafung des Verstoßes, sagte der Reinigungsleiter Winfried Becker. „In New York werden Sie arm, wenn Sie sich sowas leisten." Zwar arbeiteten die Straßenfeger an Stellen, wo es besonders zum Himmel stinkt, mit speziellen Hundekot-Maschinen. Doch allein könne die BSR das Problem nicht beseitigen.

„Ein Hund geht auch zwei bis dreimal am Tag auf eine Straße, die nur einmal in der Woche gereinigt wird", sagte Becker. Der Halter ist per Gesetz aufgefordert, die Häufchen zu entfernen. So soll es aber auch nicht sein

Als „oberster Straßenfeger Berlins" koordiniert Becker etwa 2000 BSR-Mitarbeiter. Ihre Stärke sei „Revierarbeit". Die Straßenfeger kennen laut Becker ihren Kiez genau, wissen, wann Markttag in einer Straße ist und kennen die Plätze der Nachtschwärmer. Deshalb werde auch nicht überall gleichzeitig saubergemacht, sondern an den Tagen, an denen es sinnvoll sei, sagte Winfried Becker. Wie oft gekehrt wird, entscheide aber nicht die Stadtreinigung, sondern letztlich der Senat.

Die BSR kämpft gegen den Ruf, bei der Sauberkeit der Stadt nicht hinterherzukommen. Oft sei die BSR aber gar nicht für den ärgerlichen Müll zuständig - was dem Ansehen trotzdem schade. „Es gibt schon ein paar Bereiche in der Stadt, die wir lieber gern selbst machen würden", sagt Becker. Dazu zählten Grünflächen wie der Lustgarten und die Fläche rund um den Fernsehturm. Doch die Bezirke wollen laut Becker der BSR die Reinigung nicht überlassen, weil sie die dafür vorgesehenen Zuschüsse des Senats nicht verlieren wollten. (Quelle: BZ), Fotos: Sönke Tollkühn