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Neue Diskussion im Hundeauslaufgebiet
Senatorin verweigert Hilfe
Wohin mit den Haufen?Im Auslaufgebiet Grunewaldsee steht nun - wie vor einem Jahr angekündigt - ein Schild, auf dem u.a. steht „Verunreinigungen auf Wegen sind zu beseitigen". Würden wir Hundehalter ja gerne tun, aber wohin mit den Tüten? Es ist schließlich unzumutbar, stundenlang damit spazieren zu gehen, oder?
Gunnar Schupelius, Polarisierungsstern der BZ und selbst Hundehalter, hat beim Senat nachgefragt (Auszug aus seinem Artikel vom 3. Juni diesen Jahres):
Revierförster Andreas Constien (Dachsberg) hat längst 30 Standorte für solche Behälter festgelegt. „Kein Problem", sagt er, „die könnte man sofort aufstellen". Dazu bedarf es aber einer Entscheidung der Bausenatorin Junge-Reyer (SPD), die als oberste Chefin der Forstverwaltungen amtiert. Sie ließ mir ausrichten, Hundehalter sollten entweder ihre gefüllten Tütchen bis zum Verlassen des Waldes mit sich herumtragen oder sie sollten die Hinterlassenschaft ihres Hundes ohne Tüte ins Unterholz kehren. Mit Verlaub, das ist keine seriöse Antwort. Wenn sich die Senatorin wirklich kümmern würde, dann hätte sie herausgefunden, dass niemand mit einem gefüllten Tütchen stundenlang spazieren geht... (Lesen Sie weiter, die erste n Diskussionsbeiträge sind veröffentlicht!
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Was ist also zu tun? Das Hundeauslaufgebiet wird uns ständig madig gemacht. Erst die böse Nummer mit dem gebührenpflichtigen Parkplatz, dann werden immer mehr Gebiete eingezäunt, so dass die Hunde noch weniger Möglichkeiten haben, ihre Geschäfte „off the road" zu erledigen.
Wir alle wollen eine Lösung. Nur wie sieht die aus? Was können wir tun, um die Senatorin davon zu überzeugen, dass solche geschlossenen Müllbehälter, aber auch Tütenspender sinnvoll für alle sind? Das Tausend Tölen Team bittet die Berliner Hundehalter und Hundeprofis um Vorschläge.
Hier die ersten Diskussionsbeiträge:
Für diesen Fall Sponsoren suchen. Es gibt genügend Futtermittelhersteller, Firmen die div. Hundezubehör betreiben, möglicherweise auch andere Firmen, die sponsern könnten. Vielleicht sollte man ein Preisausschreiben und die "schönsten" oder "witzigsten" Müllbehälter veranstalten. Die Firmen könnten dann ihre Werbung anbringen - und wiederumEvtl sollte die Hundesteuer mal für solche Zwecke verwendet werden. Einfach alle 300-400 Meter einen Mülleimer aufstellen oder gleich einen Tütenspender mit muelleimer. Vater Staat nimmt doch genug an der Steuer ein. Sie wird nur leider für andere Zwecke verwendet. Ich bin einfach nur empört darüber, dass die uns immer wieder Schwierigkeiten machen wollen. Unsere Hunde brauchen viel mehr solcher Gebiete wo sie ihren Bewegungsdrang stillen koennen.
Björn Rehdorf, Dogtraining 4Life
Einfach mal mit Herrn Wall reden. Der hat doch Verbindungen zum Senat und kann sich dann feiern lassen. Wäre eine Möglichkeit, anständige Papierkörbe in den Grunewald zu bekommen.
Ralf Märker, Petti's Laden
Ich kann so auch wie Ihr vieles nicht verstehen. Leider wird es sehr schwer werden, das Frau Junge-Reyer sich da bewegen wird. Sie ist auch für die Mülleimer in der Stadt zuständig und diese werden ja auch immer mehr abgebaut. Keiner weiß eigentlich warum. Immer mehr Kottüten sieht man auf den Baumplatten. Ich muss ehrlich sagen, dass ich die gefüllten Kottüten unansehnlicher finde als wenn nur der Kothaufen auf der Baumplatte läge. Allein in unserem Dreh wurden ca 10-15 Mülleimer demontiert und ich habe das Gefühl das es immer weiter geht. Ich würde ja gern wieder so etwas wie die Bello-Parade machen wollen nur eben nicht unter den Menschen die es bisher machten. Das ganze auch von mir aus mit Sponsoren wie Hundefutterfirmen. Es geht ja auch nicht nur um den Hundekot sondern auch allgemein um den Müll, der im Grunewald liegt.
Man könnte ja auch mal überlegen ob man den Förster nicht fragen kann ob an jeden Mülleimer auch eine Bank aufstellen könnte ? Für die Bänke könnte man sich ja um Sponsoren kümmern. Für die Pflege und Erhaltung dieser müsste man überlegen was man organisieren könnte. Natürlich müsste man in diesem Zusammenhang auch immer wieder Kampagnen fahren in der Stadt für mehr Sauberkeit. Immer wieder sehe ich gerade auch Menschen mit kleinen Hunden, die ihren Kot nicht weg machen und wenn man sie anspricht, einen noch beschimpfen.
Aber was das neuste ist, was Müll betrifft, ist das die Menschen aus dem Speckgürtel ihren Müll mit in die Stadt bringen und am Straßenrand abstellen, weil sie nicht von einer 60 Liter Tonne auf eine größere Tonne umsteigen wollen.
Was ich auch anbieten würde, wäre, dass man den Schlachtensee- Umlauf ganz für Hunde schließen würde so dass die Jogger dort einen Seerundlauf haben. Dafür aber die eine Seite der Krummen Lanke auch am See offen für die Hundebesitzer ist. Diese müsste dann jedoch besonders ausgewiesen sein, das diese Seeseite für die Erholungssuche der Hundebesitzer mit den Hunden ist. Also Vorrang für die Hunde .
Ich fände das wäre ein guter Kompromiss.
Ingolf Ludmann-Schneider
Hier einige Ideen zu den Mülleimern: - Unterschriftensammlung, um dem Senat die Notwendigkeit zu verdeutlichen - Direktgespräche mit dem Abgeordneten für Stadtentwicklung des Bezirkes oder dem Bezirkbürgermeister (hat in aller Regel die meiste Wirksamkeit) - Anfrage bei der BSR? - Anfrage bei Landesforstamt Berlin - Anfrage beim Umweltamt (E.coli Verschmutzung durch Kotauswaschung in den See) dadurch Unterstützung bei Junge-Reyer- vorsichtig angehen, da dies für die Hunde nach hinten losgehen kann...
Jeanette Koepsel, Tierärtzin aus Siemensstadt
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