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Wenn es wieder heiß wird
Holt die Hunde aus den Autos!Jahr für Jahr sterben im Sommer immer wieder Hunde qualvoll im Auto, weil den Haltern die Gefahren nicht bewusst sind, oder sie es einfach vergessen. Bereits ab 20 Grad Außentemperatur wird das Auto zur Hitzefalle für den eingesperrten Hund. Das Innere des Wagens kann sich sehr schnell bei direkter Sonneneinwirkung auf über 50 Grad aufheizen. Dabei reichen schon wenige Minuten aus, um das Tier in eine lebensbedrohliche Situation zu bringen. Auch ein Fenster, das nur einen Spalt offen ist, kühlt nicht ausreichend.
Hunde sind sehr hitzeempfindliche Tiere, die ihre überschüssige Wärme nicht wie der Mensch durch Schweißdrüsen der Haut abgeben können. Sie regulieren ihre Körperwärme durch Hecheln, dabei öffnen sie das Maul und lassen die Zunge heraushängen. Die Atemfrequenz kann dabei um ein vielfaches (bis zu 400 Atemzüge pro Minute) gesteigert werden. Das Tier atmet flacher, meist durch die Nase ein und durch das Maul aus. Die Wasserverdunstung kann Werte bis zu 200 Milliliter pro Stunde erreichen.
Diese Wasserverdunstung muss durch Trinken ausgeglichen werden. Normalerweise legt sich das Tier auf kalte Flächen, befeuchtet das Fell durch Belecken oder geht, wenn die Möglichkeit besteht, ins Wasser.
Im geschlossenen Auto hat der Hund keine Möglichkeit, der Hitze zu entfliehen oder sie auszugleichen. So kommt es zu Hyperthermie, die Körpertemperatur steigt an (normal sind 37,5 bis 38,5 Grad). Erste Anzeichen eines Hitzschlages sind: Unruhe, eine weit herausgestreckte Zunge bei gestrecktem Hals, Taumeln und Erschöpfung. Ab 40 Grad Körpertemperatur treten Kreislaufbeschwerden auf. Das Tier pumpt Blut von dem Körperinneren in die äußeren Körperteile, um es schneller abzukühlen. Dadurch werden lebenswichtige Organe weniger stark durchblutet, es kann zum Schock kommen. Steigt die Körpertemperatur über 43 Grad bedeutet das Lebensgefahr für den Hund.
Das müssen Sie beachten:
Lassen Sie Ihren Hund im Sommer lieber zu Hause, statt ihn z.B. zum Einkaufen mitzunehmen. Bedenken Sie, dass auch ein im Schatten abgestelltes Auto nur wenige Minuten später in der prallen Sonne stehen kann. Öffnen Sie alle Fenster und wenn möglich das Schiebedach und nicht nur einen Spalt. Lassen Sie ausreichend Wasser im Auto. Muss der Hund für längere Zeit im Wagen gelassen werden, kontrollieren Sie die Situation mehrmals.
Erste Hilfe-Tipps bei Hitzschlag:
Bringen Sie das Tier an einen kühlen und gut belüfteten Ort (keine Zugluft). Besprühen Sie das Tier mit Wasser (Gartenschlauch). Fangen Sie an den Beinen an, dann Bauch, Brust und zuletzt den Kopf, damit die Verdunstungskälte die Körpertemperatur sinken lässt. Wasser anbieten, wenn das Tier nicht schon bewusstlos ist. Sofort einen Tierarzt aufsuchen, Hitzschlag ist ein Notfall.
Fotos: Marilla Slominski, Sönke Tollkühn
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