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Tierschützer schlagen Alarm - Geld für Heime knapp Immer mehr Tiere leben in Tierheimen und den Tierschutzvereinen geht das Geld für den Betrieb der Heime aus. Das alles ist nach Einschätzung des Präsidenten des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch der Sozialgesetzgebung. Spenden und Sponsorenleistungen gehen zurück, andererseits werden immer mehr Tiere aus finanziellen Gründen abgegeben. Zugleich sind die Tiere schwerer zu vermitteln, was ihre Verweildauer in den Heimen spürbar erhöht. Das ergab eine vom Deutschen Tierschutzbund in Auftrag gegebene Umfrage, die der Nachrichtenagentur dpa am Freitag vorlag.
Laut der Umfrage vom April lebten im Jahr 2009 in allen deutschen Tierheimen 93 600 Tiere. Dem Deutschen Tierschutzbund sind mehr als 700 Tierschutzvereine mit 514 vereinseigenen Tierheimen angeschlossen. 66 Prozent von ihnen nannten bei der Befragung als Abgabegründe für die Tiere neben den bekannten Gründen wie etwa Allergien und Umzug auch finanzielle Probleme und Arbeitslosigkeit.
Die Verweildauer von Hunden verlängerte sich 2009 auf 3,3 Monate (2005 waren es 3,0 Monate). Die Zahl der vermittelten Tiere sank im Vergleich zu 2005 um 11 Prozent. Die Erfolgsquote bei der Vermittlung verschlechterte sich von 77 Prozent auf 73 Prozent. Das bedeutet, dass nur rund drei Viertel der innerhalb eines Jahres aufgenommenen Tiere auch innerhalb von zwölf Monaten vermittelt werden. Die Folge ist, dass immer mehr Tiere in den Heimen leben.
Viele Tierheime kämpften um ihre Existenz, hieß es in einem offenen Brief Apels an politische Mandatsträger. Seit langem übernähmen sie als Tierschutzeinrichtungen auch öffentliche Aufgaben - mit großem Engagement und letztlich auch zur Entlastung der kommunalen Haushalte. Besondere Probleme bereite den Tierheimen die sogenannte Fundtierbetreuung. Im Schnitt übernähmen die Kommunen etwa ein Viertel der dabei anfallenden Kosten, riefen aber knapp 80 Prozent Leistungen ab. Die Tierheime könnten auf dieser Basis nicht mehr länger Aufgaben für die öffentliche Hand übernehmen. Es müssten ein bundeseinheitlicher Rahmen für die Erstattung der Fundtierkosten sowie ein Investitionsfonds und ein Nothilfefonds in den öffentlichen Haushalten geschaffen werden (Quelle: Greenpeace Magazin)
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