Bier und Korn lieben ihre KneipeBier und Korn - Die Zechbeller


Sie heißen Bier und Korn, schlabbern aber nur leicht angewärmtes Leitungswasser. Bier und Korn sind zwei knuddelige, weibliche Möpse und die Maskottchen von „Heide 11", der beliebten Eckkneipe in Neukölln.
„Eigentlich heißen meine Damen Lucie und Dorle", sagt Wirtin Babsi „Aber weil sie immer angerannt kommen, wenn jemand Bier und Korn bestellt, haben wir sie umgetauft."
Wenn die Möpse nicht gerade wieder durch die Kneipe flitzen, zeigen sie der Chefin den Stinkefinger.Babsi mit einer ihrer vierbeinigen Schwestern„Es gibt keine trotzigere Hunderasse als Möpse", weiß
Babsi. „Die haben sowas von ihren eigenen Kopf. Die schalten jedes Mal auf Durchzug, wenn ich was von ihnen will."
Bier und Korn sind schon etwas betagt, haben ihre Kindheit und Jugend bereits in der Heide 11 genossen. Von der Wirtin geliebt, von den Gästen betüdelt, was will ein Mops mehr?

Babsi hat die beiden im Welpenalter zu sich genommen, die Kleinen aus bösen Händen gerissen.
„Bier war totkrank und Korn schon mit 6 Wochen völlig verfettet. Die hätten beide nicht mehr lange gelebt."
Jetzt sind sie kerngesund und quietschfidel und passen auf den Laden auf.
„Wenn hier jemand rumstinken will oder zu besoffen ist, dann gibt es eine Ansage. So bleiben meine Gäste anständig und zahlen pünktlich."
Wenn Bier und Korn gut drauf sind, und das sind sie fast immer, setzen sie sich zu den Stammgästen und schauen beim Skat in die Karten. Gestört hat das noch keinen.
„Viele Gäste bringen ihre eigenen Hunde mit, dann wird unter den Tischen getobt und auf den Tischen getanzt. So muss ich die Musikbox gar nicht erst anwerfen."

Durstig sind die Zechbeller immerVor Kneipenöffnung und nach Feierabend nimmt Babsi ihre mopsigen Maskottchen an die Leine und geht über die Straße in den Park. Dort können die Kleinen im Hundekindergarten mit Ihresgleichen herumtollen, sich die Kneipenluft aus dem Fell schütteln. Wenn es in der Heide 11 einmal zu voll ist, dicke Luft herrscht, hocken sich Bier und Korn an den Eingang und spielen Türsteher. Dann kommt nur der rein, der ein Leckerli in der Tasche hat.
„Die haben hier voll die Kontrolle übernommen. Einige Gäste zahlen ihre Zeche schon mit Hundekuchen und Rinderspachtel. Egal, Hauptsache sie wollen keinen Deckel machen, denn dann lassen sie Bier und Korn nicht aus der Tür raus."