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Wie man sich bettet, so bellt man
Geben Sie Ihrem Hund mal einen Korb!Klar, am liebsten liegt der Hund eingekuschelt im Bett neben Frauchen und Herrchen. Das ist zwar in Ausnahmefällen ganz nett, sollte aber nicht zur Gewohnheit werden. Aber wo und wie machen wir es unseren Vierbeinern bequem? Das TT-Team hat mal beim Experten nachgefragt und ein paar ganz tolle Möglichkeiten aufgetan!
Schlafende Hund sollte man bekanntlich nicht wecken. Denn sie träumen genau so intensiv wie die Zweibeiner und wenn ein Hund in der REM-Phase gerade nach einem Kaninchen schnappt...
Die vierbeinigen Hausfreunde horchen mindestens 12 Stunden an der Matratze, wobei sie tagsüber eher dösen und nur nachts, wenn Herrchen und Frauchen ins Bett gehen, ebenfalls in einen Tiefschlaf fallen. Der Liegeplatz sollte nicht nur bequem sein, er muss auch an einem festen Ort platziert werden. Der Hund ist ein Gewohnheitstier, wie wir.
Hundeprofi Enrico Lombardi, vom DogCoach Institut Berlin: „Die Schlafstätte sollte dort positioniert werden, wo sich die Familie schwerpunktmäßig aufhält. Am besten an der äußersten Ecke des Wohnzimmers, bloß nicht an der Tür. So fühlt sich der Hund nicht ausgeschlossen, übernimmt aber auch keine Kontrollfunktionen."
Wie sein Urahn, der Wolf, will sich der Hund ein Nest bauen. So gräbt er imaginäre Kuhlen und dreht sich mehrmals im Kreis, bis er eine bequeme Position einnehmen kann und sich geschützt wähnt.
Claudia Helming, Geschäftsführerin des Online Marktplatzes DaWanda (www.dawanda.com), die spezielle Hundebetten von Fjeldmann-Design anbietet: „Unsere Modelle haben einen erhöhten Außenrand um die Liegefläche. Das gibt einen natürlichen Nesteffekt, der Hund fühlt sich sicher. Außerdem sind die Betten formstabil, sie werden nicht durchgelegen, verlieren nicht ihre Form."
Für größere und kräftigere Hunde (Schulterhöhe 90 cm, Gewicht bis 80 Kilo) empfiehlt die in Handarbeit gefertigten Modelle „OLE Luxus" ( 110 cm x 75 cm für 199,90 Euro). Das Obermaterial besteht aus Möbelkunstleder und kann durch Abwischen leicht gereinigt werden. Die Innenwangen und der abgesteppte Innenteil sind aus Alcantara. Das verschafft dem Hund im Sommer Kühlung und im Winter wärmt es durch seine isolierende Wirkung.
Eine leichtere Variante ist das Modell LEA (59,90 Euro). Eine Schaumstoff-Matte (90 x 60 x 5 Zentimeter) mit individuellem Muster. Der Bezug ist komplett abzieh- und waschbar. Ideal für Reisen mit dem Auto.
Claudia Helming: „Die Schaumstofffüllung entlastet beim Liegen die Gelenke, ist aber fest genug, um das Gewicht des Hundes zu tragen. Sie kann bei 30 Grad in der Maschine gewaschen werden, so dass Hausstaubmilben und Bakterien keine Chance haben. Das ist wichtig für Hunde mit Allergien."
Sandra Zeiher vom doggieshop, Bornholmer Straße 95, Prenzlauer Berg setzt auf den Klassiker „Ratan" (ab 59,90 Euro) mit abwaschbarem Teddyplüsch ausgelegt. „Ein pflegeleichtes Produkt. Durch die erhöhte Position der Liegefläche zirkuliert die Luft unterhalb des Bettes und der Hund fühlt sich auf seinem gemütlichen Beobachtungsposten sehr wohl."
Eine fetzige und preiswerte Variante ist das „Summer Stripe" (65 Zentimeter Durchmesser für 29,90 Euro). Das Material ist aus Polyester, das Bett passt eingerollt in jede Tasche.
Sandra Zeiher: „Ideal für den Sommer, wenn man mit dem Hund auf Radtour geht."
Zugegeben, das schönste Hundebett ist bei weitem nicht so toll, wie der Platz neben Herrchen und Frauchen. Aber Enrico Lombardi warnt: „Dem Hund geht es eigentlich gar nicht um die Nähe zum Menschen. Er will seine Ressourcen erweitern. Wer die meisten davon hat, ist der Boss. Der Platz sollte nur temporär erlaubt werden und ein Privileg bleiben, dass der Hundehalter zuweist."
Dann heißt es wohl besser: „Husch, husch ins Körbchen!"
Text: Thomas Böhm/Fotos: Sönke Tollkühn
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