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Die heilenden Hände für Hunde

Text: Thomas Böhm/ Fotos: Sönke Tollkühn
Mit einem Seufzer krabbelt Beagle-Dame Arielle aus ihrem Körbchen, legt sich auf den Teppich und streckt alle vier Pfoten von sich. Es hat an der Tür geklingelt, sie weiß schon, wer kommt und freut sich. Den Hausbesuch von Hundephysiotherapeutin Eva-Marita Pfleger, 48, aus Kreuzberg, hat die 13-jährige Patientin auf ihrer inneren Uhr gespeichert.
„Wir beide kennen uns zwar schon sehr gut. Aber die ersten Streicheleinheiten schaffen Vertrauen. Das gilt besonders bei neuen Patienten. Nur, wenn der Hund nicht verkrampft ist, kann ich ihm helfen. “Die Beagle-Dame schlummert, schnarcht selig vor sich hin, als Eva-Marita mit der Behandlung beginnt. Vorsichtig bewegt sie die Gelenke, macht sie so wieder geschmeidig. Durch gezielte Griffe wird unter anderem auch die Gelenkflüssigkeit wieder aktiviert. Nach einer halben Stunde bekommt sie für die Behandlung von Frauchen 30 Euro, die wiederum erhält von der Hundephysiotherapeutin Hausaufgaben bis zur nächsten Woche: Jeden Tag kleine Spaziergänge, auch wenn Arielle keine Lust darauf hat. Arielle ist aufgewacht, leckt Eva-Marita die „heilenden Hände“.

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