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aktion tier deckt auf II
Warum müssen SchlittenhundeSie gehören schon fast zum normalen Erscheinungsbild des Potsdamer Platzes - Daniel Hurst mit seinem „Schlittenhunde- Taxi". Seit über 3 Jahren veranstaltet der Musher Sightseeing-Touren für Touristen. Bis zu 2 Stunden dauert eine Rundfahrt, bei der 2 Erwachsene zum Preis von 25 Euro pro Stunde und Person mitgenommen werden können. Das aus 8 Huskies und Malamuten bestehende Gespann zieht im Sommer einen Rollwagen, im Winter einen Schlitten.
„Was auf Touristen vielleicht im ersten Moment exotisch und interessant wirkt, ist für uns Geldmacherei auf Kosten der Tiere", empört sich die Diplom-Biologin Ursula Bauer von aktion tier. Die Hunde, die der in Brandenburg ansässige Daniel Hurst meistens in der S-Bahn transportiert, haben einen harten Arbeitstag zu bewältigen. Herr Hurst ist der Ansicht, dass seine Tiere sich ihren Lebensunterhalt verdienen müssten. Da spielen die Rahmenbedingungen offensichtlich eine nachrangige Rolle. „Dass Hunde sehr empfindliche Ohren und Nasen haben ist hinlänglich bekannt", sagt Ursula Bauer von aktion tier Berlin. „Der lange Aufenthalt im lärmigen Großstadtgedränge, die Nase immer in Höhe der Abgasrohre der Autos, ist eine Zumutung für die Hunde, die unserer Meinung nach nicht mit den geltenden Tierschutzvorschriften vereinbar sind", so die Biologin weiter.
Auch das Gefährt von Daniel Hurst macht einen besorgniserregenden Eindruck. „Ständig werden Radfahrer auf die Verkehrssicherheit ihres Fahrrads hin überprüft, aber Herr Hurst kann mit seinem wie selbstgebaut wirkenden Rollwagen und den mit Leinen und Stricken davor gespannten Hunden ungehindert durch den dicksten Verkehr fahren", sagt Ursula Bauer von aktion tier. Der Musher behauptet zwar, nur auf Rad- und Gehwegen zu fahren, hat jedoch in Anwesenheit von aktion tier und einem Kamerateam von Kabel 1 auch normale Straßen am Potsdamer Platz befahren. Inzwischen soll Daniel Hurst fast 20 Schlittenhunde besitzen. aktion tier wollte sich die Haltung der Tiere ansehen, aber seinen Wohnsitz gibt der selbsternannte „Dogworker" nicht bekannt. Gemäß Einwohnermeldeamt ist er in Panketal gemeldet. „Dort fanden wir nur eine leere Zwingeranlage und mehrere angenervte Anwohner, die froh waren, dass die angeblich schlechte Hundehaltung ein Ende gefunden hat", sagt Ursula Bauer von aktion tier.
Angeblich besitzt Herr Hurst die erforderlichen Genehmigungen sowohl für die Ausübung seines Gewerbes als auch gemäß §11 Tierschutzgesetz. „Wir sind der Meinung, dass erneut geprüft werden muss, ob Herr Hurst die Voraussetzungen hierfür tatsächlich erfüllt", sagt Ursula Bauer von aktion tier Berlin. Aus Sicht von aktion tier stellt das Schlittenhunde-Taxi sowohl eine Gefahr für die Öffentlichkeit als auch eine unzumutbare Belastung für die Hunde dar. „Außerdem ist fraglich, ob Herr Hurst seine hohe Anzahl an Schlittenhunden an seinem geheim gehaltenen Wohnsitz in Brandenburg art- und verhaltensgerecht hält", so die Biologin abschließend. (Quelle: aktion tier)
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