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Der TT-Ratgeber I
Hilfe, mein Hund ist ein Springteufel!Von Kerstin Butenhoff und Sönke Tollkühn (Fotos)
Ist Ihr Hund auch so umwerfend? Kaum machen Sie die Tür auf, hängt Bello an Ihrer Brust? Selbst Gäste trauen sich nicht mehr ins Haus? Und während sie selbst vor lauter Frust schimpfen, versteht er die Welt nicht mehr. Denn er springt sie vor Freude an. „Hunde begrüßen so ihre Familienmitglieder", sagt Tierpsychologin Inka Bürger (31). „Schimpfen bringt nichts." Hier verrät sie Tricks, wie man es den Hunden abgewöhnt.
„Das Anspringen kann zwei ganz verschiedene Ursachen haben", so Bürger. „Zum einen ist es eine liebevolle Begrüßung, zum anderen das gezielte Austesten der Rangordnung." In beiden Fällen gibt es durchaus geeignete Trainingsmethoden, um das abzustellen.
„Welpen und junge Hunde sollte man am besten gleich von Anfang an bremsen." Wenn sie Sie, meist ja unbewusst und aufgeregt, anspringen, sollte man die Tiere als Halter nicht streicheln oder liebevoll ansprechen. Das bestätigt sie nur in ihrem Verhalten. Richtig ist, ihre Verhaltensweise zu ignorieren, den Welpen nicht anzusehen. Erst, wenn er ruhig bleibt und den Menschen nicht anspringt, wird er begrüßt.
Aufgeregten Hunden, die einen vor Freude umrennen, sollte man Einhalt gebieten, indem man in die Hocke geht. „Wenn man dann auch noch die Handflächen gegen den Hund ausstreckt, wird das Tier abgeschreckt, setzt sich oft sogar erst einmal verdutzt hin. Wenn der Hund den Menschen nicht angesprungen ist, kann man ihn fürs ruhig bleiben belohnen", sagt Bürger. 
Hunde, die ganz gezielt die Rangordnung austesten wollen und ihre Halter deshalb anspringen, kann man mit einem Alternativverhalten ausbremsen. „Kommt der Hund angerannt, den Befehl 'Sitz!' geben", sagt Bürger. „Folgt er dem Befehl, wird der Hund belohnt." Sollte er trotzdem zum Sprung ansetzen, kann man ihn einfach ins Leere laufen bzw. springen lassen. Dafür einfach einen Schritt zur Seite gehen, wenn man sieht, dass der Hund zum Sprung ansetzt. Das signalisiert dem Hund, dass man sein Verhalten nicht akzeptiert.
Alternativ kann man den Sprung auf sich zu erlauben, dann die Vorderläufe des Hundes festhalten. Das mögen die Tiere nicht. „Auch das Festhalten zeigt dem Hund, dass der Halter in der Rangordnung höher steht." Ganz wichtig ist aber auch, dass alle Familienmitglieder beim Training mitmachen. Es bringt nichts, wenn Frauchen die Sprünge weiter begeistert kommentiert und Herrchen ein Lernprogramm durchziehen will. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, lernt der Vierbeiner es richtig. Und mehr Spaß macht es auch.
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