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Sport mit dem Hund
Joggen mit Hund - so geht'sText: Kerstin Butenhoff/ Fotos: Sönke Tollkühn
Wenn in Herbst und Winter der Antrieb zum Sport fehlt, muss Bello mit. Denn mit dem Vierbeiner an der Leine überwindet man den inneren Schweinehund viel einfacher. Wir erklären, was man beim Joggen mit Hund beachten muss.
„Wer einen Hund hat, muss sowieso vor die Tür", sagt Tierärztin Jeanette Koepsel. „Nutzt man diese Gelegenheit für den Sport, ist das doch eine gute Kombination." Ein weiterer Vorteil: Hunde passen sich dem Tempo ihres Halters rasch an - und haben meist mehr Ausdauer. So motivieren sie nebenbei auch noch zur Leistungssteigerung.
Wer darf mit? Mittelgroße Hunde können ab einem Alter von zehn Monaten an das gemeinsame Joggen herangeführt werden. Große Hunde wie Doggen sollten wenigstens 24 Monate alt sein. Doch Vorsicht: Ist der Hund älter als sieben Jahre, sollte man prüfen, ob er noch längere Strecken schafft. Wer darf nicht mit? Trägere Rassen wie Bernhardiner oder Neufundländer. Sie neigen oft zu Hüftproblemen, Joggen kann diese verstärken. Auch kleinere Rassen wie Dackel oder Yorkshire Terrier sind nur bedingt geeignet, da sie mit ihren Haltern beim Laufen kaum Schritt halten können. „Auch Rassen, die kurze Schnauzen haben, sollten nicht joggen", warnt Tierärztin Jeanette Koepsel. „Wegen starker Bemuskelung und zu geringer Sauerstoffzufuhr übersäuern sie schnell. So ein Muskelkater ist für Hunde lebensbedrohlich."
Sicherheitshalber mit jedem Hund vor dem ersten Lauf zum Tierarzt gehen. Führen Sie Ihren Hund an den Sport heran und steigern Sie die Streckenlänge. Normal trainierte Hunde halten mit einem Durchschnittsläufer problemlos mit. „Bis zu einer Strecke von zehn Kilometern locker", sagt Udo Kopernik vom Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH). Ein übliches Jogging-Tempo sei für normal gesunde und fitte Hunde sehr angenehm. „Sie können dann traben, mal losspurten, mal schnüffeln, dann wieder rennen." Das geht natürlich nur, wenn der Hund gut gehorcht, auf Rückruf-Kommandos reagiert. „Klappt das nicht, muss der Hund an die Leine", sagt Koepsel.
Welche Leine ist geeignet? Sehr gut geeignet sind Leinen mit einem schonenden Halsgeschirr. Normale Leinen drücken sonst schnell die Gurgel zu. Tipp: Im Handel gibt es auch Hüftgurte für den Halter, an denen sich die Leine befestigen lässt. Damit der Jogger beim Laufen die Kontrolle über das Tier behält, sollte die Leine nicht länger sein als zwei Meter.
Wo darf man joggen? Ideal ist Waldboden - für Tier und Halter. Asphalt hat auf Dauer die Wirkung von Schmirgelpapier, greift die Pfotenballen an.
Wie lange darf man joggen? Das ist von Tier zu Tier unterschiedlich. Zittern beim Hund nach dem Laufen zuhause die Flanken, hat er Muskelkater, dann beim nächsten Mal lieber etwas kürzer treten. An sehr heißen Tagen sollte man aufs Joggen mit dem Hund verzichten, denn Hunde können nicht schwitzen, ihre Körpertemperatur nur über Schweißdrüsen in den Pfoten und beim Hecheln regulieren.
Was ist während des Laufens wichtig? Hunde sollten immer wieder die Möglichkeit zum Trinken bekommen. „Wichtig ist auch, das Tier während des Laufens zu beobachten", sagt Kopernik. „Lässt er den Kopf hängen, legt er die Ohren an oder reagiert er womöglich auf Ansprache nicht mehr, sollte unbedingt sofort angehalten werden.
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