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Der TT-Ratgeber III
Sind zwei Hunde einer zu viel?Text: Thomas Böhm/Fotos: Sönke Tollkühn
Hunde sind wie Erdbeereis. Ist man erstmal auf den Geschmack gekommen, will man mehr. Der Trend zum Zweithund ist ungebrochen. Viele Halter setzen auf vierbeinigen Familienzuwachs, weil sie glauben, dass zwei Hunde einfacher zu Händeln sind und sich nicht mehr langweilen, wenn sie zu Hause bleiben müssen. Oder sie holen sich aus lauter Tierliebe noch einen Hund aus dem Heim dazu.
Aber ohne klare Regeln und einer guten Vorbereitung kann das auch ganz schnell zu Problemen führen. BZ-Experte Enrico Lombardi gibt Tipps, damit aus dem Zweithund für die ganze Familie ein wirklicher Gewinn wird.
- Die Halter sollten sich klar darüber sein, dass sich die Kosten für Futter, Pflege, Impfungen, Versicherungen und Steuern mindestens verdoppeln. Allein die Hundesteuer erhöht sich für den zweiten Hund von 120 auf 180 Euro.
Ein Zweithund ist nur sinnvoll, wenn man den ersten Hund im Griff hat. Ansonsten multiplizieren sich die Probleme. Hunde lernen viel schneller von Artgenossen, als von uns Zweibeinern und sie nehmen sehr gerne die schlechten Manieren des anderen an.
- Bei der Wahl des Zweithundes spielt Rasse, Alter und Geschlecht keine Rolle. Die Hunde müssen sich gut riechen können, also vom Typ und Charakter zusammenpassen. Von daher hat der „Erstling" bei der Suche nach einem neuen Kumpanen ein Wörtchen mitzureden.
- Hunde sind territorial bezogene Tiere. Das erste Treffen sollte auf neutralem Boden stattfinden. Mischen Sie sich nicht ein, wenn es dabei zu Rangeleien kommt, die Rangordnung wird meist im Spiel schon festgelegt. Stellen Sie sich niemals auf die Seite des Unterliegenden. Denn dann beginnt das Spiel immer wieder von vorne. Irgendwann muss die Rangordnung im Rudel klar definiert sein.
- Füttern Sie die Hunde gemeinsam. Am Anfang mit einem Abstand von zwei Metern. Stellen Sie sich zunächst dazwischen und trennen somit körperlich die Futterquellen. Klappt das gut, kann bei jeder Mahlzeit der Abstand etwas verringert werden. Beide Hunde sollten zunächst ihren eigenen Platz als Rückzugsmöglichkeit bekommen. Ob sie irgendwann einen Platz teilen oder miteinander tauschen, darf ihnen überlassen werden.
- Spielen Sie den Schiedsrichter, der bei fehlender Einigung das Streitobjekt einfach entfernt (Futter, Spielzeug, Platz).
Wenn der Zweithund allen so viel Spaß macht, ist der Weg zum Dritthund dann auch nicht mehr weit. 
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