Gänsebraten ist tabu für den HundWie beschenke ich meinen Hund?

(und warum darf er keine Schokolade fressen)

 

Inzwischen ist es für viele Menschen selbstverständlich, ihr Haustier mit einem Weihnachtsgeschenk zu verwöhnen. Der Fachhandel hält eine breite Palette an Spielzeugen und Leckereien bereit, doch nicht alles ist tiergerecht. VIER PFOTEN hat einige Hinweise für die Auswahl geeigneter Geschenke zusammengestellt.

„Für Tiere ist es das schönste Geschenk, wenn sich ihre Besitzer Zeit für sie nehmen und ihnen die Möglichkeit zur einer artgerechten Beschäftigung geben. Wer aber auf das Päckchen unterm Weihnachtsbaum nicht verzichten möchte, der sollte auf gesunde Leckereien und sinnvolle Spielsachen zurückgreifen," empfiehlt Birgitt Thiesmann, Heimtier-Expertin von VIER PFOTEN.


Kleine Spielzeuge oder Innenteile von quietschenden Gegenständen werden von Hunden im Eifer des Spiels sehr leicht verschluckt, oder können beim Kauen zersplittern und so schwere innere Verletzungen hervorrufen. Viele Spielzeuge bestehen aus Materialien wie Styropor, Vinyl, Schaumstoff, Draht oder Metall. An ihnen können sich die Tiere verletzen oder - im Falle des Verschluckens - sogar vergiften. Spielseile, Vollgummibälle und Latexspielzeuge sind diesbezüglich eine gute Alternative.


Wer seinem Tier zum Fest eine besondere Leckerei gönnen möchte, sollte sich für Naturprodukte entscheiden, die frei von künstlichen Konservierungs- oder Aromastoffen sind. Gewürzte Speisen von der festlichen Tafel sind dagegen ebenso tabu wie Schokolade. Also keine Gänsekeule für den vierbeinigen Freund!



„Eine Alternative zu den handelsüblichen Angeboten kann selbst gebasteltes Spielzeug sein. Geeignete Materialien lassen sich zu artgerechten Spielsachen verarbeiten und gleichzeitig können individuelle Vorlieben des Tieres berücksichtigt werden", rät Birgitt Thiesmann.

Keine Schokolade für den Hund!

Die Vorweihnachtszeit ist die süßeste Zeit des Jahres. Leckereien - häufig in Schokoladenform - finden sich an allen Ecken und Enden. Daher müssen Hundehalter aufpassen: Schokoladenprodukte können ihr Tier das Leben kosten.

„Kakao enthält den Wirkstoff Theobromin. Dieser führt bei Hunden schon in geringen Dosen zu Erbrechen, Krämpfen und Durchfall", warnt Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., vor der süßen Verführung. Je dunkler die Schokolade, je höher ist der Kakaoanteil. Daher sind Zartbittersorten besonders gefährlich für Hunde. Schon der Genuss einer Tafel Schokolade kann für einen kleineren Hund tödlich enden.

„Etwa 1-2 Stunden nach der Aufnahme von theobrominhaltigen Nahrungsmitteln treten die ersten Symptome auf. Neben Irritationen des Magen-Darm-Traktes kann es zu erhöhter Atemfrequenz, Unruhe und vermehrtem Urinabsatz kommen", berichtet die Tierärztin von den möglichen Krankheitsanzeichen. Je nach verzehrter Menge kann dies schließlich in Atemnot und Herzstillstand enden.

Entdeckt der Besitzer den Schokoladenkonsum frühzeitig, kann der Tierarzt beim Hund durch eine Spritze Erbrechen auslösen und der Hundekörper wird damit vom Gift befreit. Etwa eine Stunde nach dem Verzehr kann nur noch symptomatisch therapiert werden.

„Vor allem wenn der eigene Vierbeiner zum Stibitzen neigt, sollten Hundehalter Schokoladenvorräte gut unter Verschluss halten", rät die Veterinärin. Quelle: aktion tier

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