Armer alter Pudel: Wurde bei Eiseskälte einfach ausgesetztPudel „Flocky" vom Besitzer als Fundtier gemeldet

Das Schicksal des tauben und blinden Pudels „Flocky" bewegt viele Tierfreunde in Berlin. Die umfangreiche Berichterstattung in den Medien hat offenbar den Besitzer aufgeschreckt. Am 16. Dezember abends meldete er sich plötzlich im Tierheim Berlin, geplagt von einem schlechten Gewissen.

Er gab an, den Pudel vor fünf Jahren im Alter von zehn Jahren und bereits erblindet bekommen zu haben. Eine Tumordiagnose führte bei ihm zu dem Entschluss, sich von dem Tier zu trennen. Da alle privaten Vermittlungsversuche scheiterten, fasste er einen Plan. Er übergab das Tier einem Freund, der mit ihm zur Polizeidienststelle Treptow-Köpenick ging. Dort gab er an, dass Tier angebunden im Park Wuhlheide gefunden zu haben.

Die Erleichterung ist groß, dass der Pudel offenbar nicht im Schnee ausgesetzt wurde. Viele Interessenten haben sich gemeldet, die das Tier adoptieren möchten. Medizinisch wird jetzt erst einmal abgeklärt, wie schwer die Erkrankung ist, damit er optimal behandelt und hoffentlich bald in ein neues Zuhause vermittelt werden kann.

Insgesamt warten über 300 Hunde derzeit auf liebe und sachkundige Menschen. Das Tierheim Berlin leidet in diesen Tagen ganz besonders unter den Witterungsverhältnissen. Es kommen kaum Menschen, die sich für ein Tier interessieren. Vor allem in den Hundehäusern ist jeder Platz belegt. Wolfgang Apel, Präsident des Tierschutzvereins für Berlin, appelliert: „Auch wenn die Tierheim-Schützlinge nicht unter dem Weihnachtsbaum sitzen sollen, bitten wir alle Tierfreunde, die sich vielleicht schon länger mit dem Gedanken an einen Hund tragen, doch jetzt anzurufen oder vorbeizukommen. Gerade ältere Hunde warten ganz besonders dringend auf einen neuen Besitzer." 


Blinder und fast tauber Pudel „Flocky"

im Schnee in der Wuhlheide ausgesetzt

Eine grausame Tat schockiert die Mitarbeiter des Tierheims Berlin: bei eisigen Temperaturen wurde ein auf 13 Jahre geschätzter alter blinder und auch fast tauber Pudel im Park Wuhlheide im Stadtteil Oberschöneweide angebunden. Passanten hatte das Tier am Freitagabend bemerkt und die Polizei verständigt. Der Rüde wurde zunächst in die amtliche Tiersammelstelle verbracht und heute dem Tierheim Berlin zur Vermittlung übergeben. Die Tierärzte des Tierheims haben das arme Tier gründlich untersucht. Er wird heute noch gebadet, da sein Fell recht lang ist. Er zeigt Appetit und kommt mit seiner Blindheit sehr gut zurecht. Der im Tierheim „Flocky" genannte Pudel reagiert sehr lieb auf Berührungen, erschrickt zwar kurz, schnappt aber nicht, sondern ist voller Vertrauen.
Dies ist sicherlich ein besonders grausamer und kaltblütiger Fall. Doch der Tierschutzverein für Berlin kennt ähnliche Vorfälle noch aus dem letzten harten Winter. Auch da wurde so manches Tier hilflos in der Kälte einem ungewissen Schicksal überlassen. Gerade kranke Tiere haben dann sehr schlechte Überlebenschancen. Deshalb bitten die Tierschützer die Bevölkerung um besondere Wachsamkeit und darum, in dringenden Fällen die Polizei zu verständigen.