Es jault der Hund, wenn's draußen krachtFeuerwerk ist Stress für Hunde

Für Hunde ist die Knallerei zu Silvester alles andere als ein tierischer Spaß. Die ungewohnt lauten Geräusche versetzen sie in Panik und machen den Vierbeinern den Jahreswechsel zur Qual. Der Tierschutzverein für Berlin rät gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund, auf die Silvesterknallerei zum Jahreswechsel zu verzichten. Für Tierbesitzer gilt: Hunde brauchen in der Silvesternacht besondere Aufmerksamkeit.
Tierhalter sollten schon in den Tagen vor Silvester einige Vorkehrungen treffen und zum Beispiel Hunde in bewohnten Gebieten nur noch angeleint ausführen. Verfrühte Kracher können sie in panischem Schrecken davonlaufen lassen. Schlimmstenfalls löst das verstörte Tier einen Unfall aus. Für Hunde ist der ruhigste Raum der Wohnung am Silvesterabend der beste Aufenthaltsort. Bei geschlossenem Fenster und heruntergelassenen Jalousien sind sie vom Trubel gut abgeschirmt. Am besten ist es, wenn die bekannte Bezugsperson an einem solchen Abend bei den Tieren bleibt und ihnen durch einen bewusst ruhigen und entspannten Umgang Sicherheit vermittelt. Auf gar keinen Fall sollten Beruhigungspräparate ohne Rücksprache mit einem Tierarzt verabreicht werden.
Generell sollte sich jeder fragen, ob es sinnvoll ist, Unsummen von Geld für ein scheinbares Vergnügen auszugeben, das von der Böllerindustrie suggeriert wird: „Die jedes Jahr verpulverten Millionen sollten nachdenklich stimmen, mahnt Wolfgang Apel, Präsident des Tierschutzvereins für Berlin und des Deutschen Tierschutzbundes. „Gerade in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten sollte man sein Geld sinnvoll investieren. Wir raten das eingeplante Geld nicht komplett in die Luft zu schießen, sondern sinnvollen Zwecke und Einrichtungen - beispielsweise einem Tierheim - zu spenden." Foto: Gino Santa Maria - Fotolia.com/Slominski