Schon wieder wurde in der Lausitz ein Wolf überfahren. Foto: Wildbiologisches Büro: Lupus

Die Laustitz trauert:

Schon wieder ein Wolf überfahren

In der Nacht vom 26.02.11 zum 27.02.11 wurde auf der B169 nördlich von Drebkau (Brandenburg, LK SPN) eine junge Wölfin von einem Auto angefahren. Nach der Untersuchung durch einen Tierarzt und in Rücksprache mit Fachleuten, entschied die zuständige Naturschutzbehörde, das Tier einzuschläfern. Der Unfall ereignete sich im Randgebiet des Welzower Wolfsrudels.
Die Experten des Wildbiologischen Büros LUPUS und der Wolfsbeauftragte vom Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg (LUGV), wurden umgehend von der Polizei zum Unfallort gerufen. Zur Einschätzung der Schwere der Verletzung wurde ein Tierarzt hinzugezogen. Das im Röntgenbefund erkennbare Ausmaß der Knochenverletzungen ergab so schlechte Heilungsprognosen, dass die Wölfin eingeschläfert werden musste. Die später vorgenommene Untersuchung der toten Wölfin im Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) untermauerte die Entscheidung der Fachbehörde.
In den letzten 4 Monaten sind in der Lausitz insgesamt drei erwachsene Wölfe auf einer dreispurigen Straße überfahren worden: neben dem aktuellen Unfall betraf dies den Rüden des Welzower Rudels, der am 29.10.2010 auf der B97 kurz vor Groß Oßnig überfahren wurde, und den Rüden des Milkeler Rudels, der am 16.01.11 auf der B 169 etwa 15 km südlich des aktuellen Unfallortes ums Leben kam. Seit der natürlichen Rückkehr der Wölfe sind in der Lausitz insgesamt 11 Wölfe überfahren worden, davon 7 Welpen.