Opfer einer grausem TierquälereiStark abgemagerte Hündin nachts am Tierheim Berlin ausgesetzt

Eine grausame Tierquälerei schockiert die Mitarbeiter des Tierheims Berlin am Freitagmorgen: über den amtlichen Tierfang wurde kurz vor Mitternacht eine extrem abgemagerte Hündin am Hausvaterweg kurz vor dem Tierheim Berlin aufgegriffen. Die erste tierärztliche Untersuchung ergab, dass das Tier vermutlich schon älter ist, geschätzt wurde sie auf zwölf Jahre. Ihre Zähne sind sehr schlecht, auch der Allgemeinzustand ist verwahrlost. Die Ohren sind nicht sauber, die Krallen lang, der Hund hat keine Muskeln mehr am Leib. Dies ist vermutlich die Folge des extremen Hungers. Eine Augenverletzung wurde ebenfalls festgestellt, möglicherweise ein Hornhautdeffekt. Für weitere Untersuchungen wurde Blut abgenommen.

Die Mitarbeiter tauften die Rottweiler-Mischlingshündin „Allegra". Sie zeigt sich vom Charakter her freundlich und aufgeschlossen und hat die erste Futterration im Tierheim dankbar angenommen. Sie muss nun vorsichtig angefüttert werden, indem mehrere kleine Portionen angeboten werden. Allegra wird erst einmal im Tierheim gesund gepflegt.

Diese starke Abmagerung muss über einen längeren Zeitraum entstanden sein. Der Tierschutzverein für Berlin bittet daher die tierlieben Berlinerinnen und Berliner um besondere Aufmerksamkeit gegenüber Tierleid. Nur die rechtzeitige Benachrichtigung des Tierschutzvereins oder des zuständigen Amtstierarztes kann verhindern, dass es zu einer derartigen Tierquälerei kommt. Es ist grausam und leider keine Seltenheit, dass alte und kranke Hunde einfach ausgesetzt werden, wenn der Besitzer sie nicht mehr haben will. Im Tierheim herrscht schon seit vielen Monaten Notstand in den Hundehäusern, weil kein Platz mehr da ist. Daher der dringende Appell: Auch die Hundesenioren verdienen eine zweite Chance!