Frei nach SchnauzeMINI-MI - nur was für Große!!!

 

Ihr Name ist MINI-ME,  aber so klein ist sie gar nicht. Kann sie auch nicht sein, denn sie ist ein Dogo Argentino. MINI_ME ist knapp über ein Jahr alt und kastriert. nach bestandenem Wesenstest ist sie auch von Leinen- und Maulkorbzwang befreit. Da sich jetzt Nachwuchs bei der Familie, in der sie aufgewachsen ist, einstellt, ist leider nicht mehr genug Zeit für MINI-MI. Sie braucht ein neues Zuhause, bei einem hundeerfahrenen Menschen, am besten einer mit Sachkundeprüfung. MINI ME braucht eine konsequente Führung, sonst zieht sie ihr Ding doch. Energie und Muskeln hat sie dazu genug. Das Kraftpaket steckt momentan in der Pubertät und braucht viel Aufmerksamkeit. In gesicherten Ausläufen kann sie auch mal gern ohne Leine, aber an der Straße und wo sie eine Fährte aufnehmen könnte, bitte. Ihr fehlt das Antijagdtraining, hier herrscht Nachholbedarf. Mit Kindern hat sie keine Probleme eher umgekehrt, weil sie doch etwas stürmisch ist. Mit anderen Hunden verhält sich das ähnlich, sie ist freundlich aber ziemlich dominant. Die Ausrichtung über positive Motivation auf den Halter muss von Anfang konsequent geübt werden. Sie ist sehr verschmust, schwimmt gerne und viel frisst allen die Haare von Kopf - das sollte man beim Training ausnutzen. Wenn man erst mal eine innige Bindung aufgebaut hat, ist sie der beste Kumpel, den man sich vorstellen kann. MINI ME ist als Zweithund unproblematisch, sie ist mit anderen Hunden aufgewachsen. Versicherung und Steuer kann übernommen werden. Und ich stehe mit Rat und tat als Hundetrainerin zur Verfügung.

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Rassebeschreibung
Der Dogo Argentino ist ein Jagdhund, der geschaffen wurde, um Großwild aufzuspüren, zu verfolgen und letztendlich zu packen und zu halten, bis der Jäger eintrifft. Er besitzt viel Energie und Kraft, einen großartigen Geruchssinn und natürlich einen starken Jagdtrieb. Dieser Tatsache sollte man sich bewusst sein, bevor man die ausgezeichneten Qualitäten als Begleit- und Familienhund betrachtet.
Der Dogo ist kein Ein-Mann-Hund, sondern liebt alle Mitglieder seiner Familie auf seine eigene Art gleichermaßen. Er weiß jedoch sehr wohl zu unterscheiden, wer der Konsequente im Haus und wer derjenige mit den leckersten Keksen ist. Er liebt engen, körperlichen Kontakt zu seinen Menschen. Er mag es, gestreichelt zu werden und Aufmerksamkeit zu bekommen. Er steht gerne im Mittelpunkt und möchte in die familiären Aktivitäten mit einbezogen werden. Auch Besuch von Freunden der Familie ist für ihn immer ein Anlass zur Freude. Er ist niemals misstrauisch gegenüber Fremden, solange sie seinen Menschen willkommen sind. Ein erwachsener Dogo kann für Stunden mit einer weichen Couch und einem geduldigen Menschen, der ihn krault, zufrieden gestellt werden.

Kinder liebt er über alles. Es ist herrlich, mit anzusehen, wie sehr sich ein Dogo begeistern kann, sobald er ein Kind erblickt. Hier gilt es allerdings, die ungestüme Freude (wie etwa Ablecken oder Hochspringen) des Hundes zu kontrollieren. Leicht könnte er das Kind mit seiner Liebe „überrumpeln", was natürlich nicht allen Eltern gefallen oder den Kindern Angst machen würde. Seine unendliche Geduld und Toleranz gegenüber Kinderhänden, die nicht immer nur sanft sind, ist schier unglaublich. Allerdings muss man aufgrund eben dieser Tatsache Kinder und Hunde im Umgang miteinander IMMER im Auge behalten und die Kinder ernsthaft über den korrekten Umgang mit dem Tier aufklären. Die immens hohe Toleranzschwelle verleitet (Kinder) zu der Annahme, der Hund würde alles ertragen. Doch darf diese Schwelle NIEMALS überschritten werden! Im Allgemeinen ist der Dogo sehr freundlich, liebevoll und sanftmütig gegenüber Menschen.

Training auf dem Hundeplatz / in der Hundeschule kann dem Dogo viel Spaß machen. Der Dogo lernt schnell und gerne und reagiert gut auf positive Verstärkung und Motivation. Er liebt es, zu arbeiten und seinem Menschen zu gefallen. Andererseits kann ein Dogo auch, molossertypisch, sehr stur sein, wenn die Arbeit monoton ist, keinen Spaß mehr macht oder mit zu viel Härte gearbeitet wird. Schnell zeigt der Hund dann Desinteresse und macht eventuell den Eindruck, nicht zu verstehen, was von ihm verlangt wird oder er schaut einfach demonstrativ am Hundeführer vorbei. Man darf nicht vergessen, dass der Dogo ein Jagdhund ist. Bei der Arbeit im Bereich Obedience wird man nicht so schnell und leicht Erfolge erzielen, wie mit leichtführigeren, typischen Sporthunderassen. Der Dogo wird immer mit seiner Nase am Boden oder in der Luft sein und versuchen, eine interessante Spur zu erschnuppern. Es braucht viel Liebe, Geduld und Konsequenz, um seine Aufmerksamkeit auf das gemeinsame Training zu lenken und ihm zu zeigen, dass es eine Zeit für die Arbeit und eine Zeit für Vergnügen gibt.
Absolut zu vermeiden ist eine Ausbildung mit Druck, Härte oder gar Schlägen. Er ist ein sehr sensibler und extrem führerweicher Hund, der in den seltensten Fällen körperliche (harte) Korrekturen braucht. Druck und Gewalt wird den Dogo ruinieren und schadet dem sonst unerschütterlichen Vertrauen in seinen Menschen. Ein klarer, mit fester Stimme gegebener Befehl - keine vorsichtige Bitte - ist im allgemeinen Korrektur genug und wird befolgt.


 

Es ist außerordentlich wichtig, den starken Jagdtrieb eines Dogo Argentinos durch vernünftiges Training und Arbeit in die richtigen Bahnen zu lenken. Ein Dogo muss eine Aufgabe, eine sinnvolle Beschäftigung haben, wie etwa die Fährtenarbeit, vielleicht auch Agility, Obedience oder Ähnliches. Ein körperlich und geistig nicht ausgelasteter Dogo kann zur Plage werden; im eigenen Haus wie auch in der Öffentlichkeit.

Auch als Wachhund tut der Dogo gute Dienste. Er ist sehr aufmerksam und schon allein seine Stimme wird ungebetene Besucher von der Haustür fernhalten. Allerdings ist er nicht die Sorte Hund, die hinter dem Hoftor sitzt und das Grundstück bewacht. Abgesehen davon, dass Dogos in unseren Breiten nicht für den ständigen Aufenthalt im Freien oder ein dauerndes Leben im Außenzwinger geeignet sind, wird Nachbars Katze vermutlich interessanter sein, als der Passant, der drüben auf dem Gehweg entlang läuft. Der Dogo ist und bleibt ein Jagdhund.

Weiße Unschuld?Der Dogo hat einen natürlichen Schutzinstinkt seiner Familie gegenüber, der nicht noch speziell ausgebildet werden braucht (und meines Erachtens auch nicht weiter ausgebildet werden sollte!!!). Er ist ein hochsensibler, intelligenter Hund mit großem Jagdtrieb und immenser Kraft. Aufgrund seiner Intelligenz und Sensibilität lernt er schnell, vorzugsweise aus positiven Erfahrungen und Motivation. Ist es anders, wird man für jeden groben Fehler, den man in der Erziehung macht, einen hohen Preis zahlen. Er besitzt ein natürliches Vertrauen zu allen Menschen, und diese Eigenschaft darf keinesfalls zerstört werden. Deshalb gehört der Dogo meines Erachtens nur in die Hände von Menschen mit der richtigen Motivation und dem nötigen Verstand.
Ein gut ausgebildeter und sozialisierter Dogo Argentino wird niemals ohne gegebenen Anlass reagieren. Der Dogo „liest" aus der Stimmung und dem Verhalten seines Besitzers. Er spürt auch die kleinste Regung in uns. Gehen wir mit Unsicherheit oder Angst einem Objekt oder einer Person entgegen, wird der Hund mit Sicherheit entsprechend reagieren. Es ist wichtig, innerlich ruhig und sicher zu bleiben. Angesichts der Kraft und des Potenzials eines ausgewachsenen Rüden zum Beispiel ist dies oft leichter gesagt als getan. Im Zweifelsfall ist es besser, die Situation für sich selbst ehrlich zu beurteilen und ggf. eine Konfrontation zu vermeiden.
Je besser der Hund sozialisiert wurde und je sicherer der Mensch im Umgang mit ihm auftritt, je mehr Erfahrungen er von Klein auf mit uns zusammen in dieser Welt sammeln durfte, je mehr er sehen und erfahren durfte, desto sicherer und zuverlässiger wird er verschiedene Situationen beurteilen können und um so mehr Vertrauen bekommt der Mensch in seinen Hund.

Der Dogo hat eine sehr lange Jugendphase (von allem bei Rüden auch oft eine "Rüpelphase"), sowohl das körperliche Wachstum als auch seinen Charakter betreffend. Voll ausgewachsen und charakterlich gefestigt ist er erst im Alter von etwa drei Jahren.
Sein Jagd- und Sexualtrieb sind sehr stark ausgeprägt. Wie unter „Training" schon beschrieben, ist es nicht einfach, seine Konzentration immer zu 100 % auf die Bezugsperson zu lenken. Hier bedarf es einer konsequenten aber liebevollen Erziehung von Anfang an, um nicht irgendwann ein "triebgesteuertes Monster" an der Leine spazieren zu führen, das man beim Anblick eines Hasen oder beim Geruch einer läufige Hündin nicht mehr kontrollieren kann.
Gegenüber gleichgeschlechtlichen Hunden kann der Dogo sehr dominant auftreten. So sanftmütig der Dogo zu Menschen ist, so rau kann er gegenüber dem vermeintlichen vierbeinigen Rivalen auftreten. Auch hier ist eine frühe Sozialisierung wichtig. Leider kann man den Hund jedoch nicht mit allem sozialisieren, was ihm im Laufe seines Lebens vor die Schnauze läuft.
Die Haltung zweier gleichgeschlechtlicher Dogos im eigenen Haus kann sehr kompliziert sein und bedarf viel Erfahrung seitens des Besitzers. Es ist einfacher, zwei Hunde von verschiedenem Geschlecht zu halten. Ein Dogo, der zusammen mit anderen Hunden in der Familie gehalten wird, ist wahrscheinlich glücklicher und ausgeglichener gegenüber anderen Artgenossen. Er lernt von Welpe an, dass er nicht der „König der Welt" ist. Ein Dogo in Einzelhaltung macht mehr Arbeit hinsichtlich der Sozialisierung und täglichen Auslastung, kann aber mit Liebe, Verständnis und Geduld genau so gesellschaftsfähig erzogen werden.
Dogos, die körperlich und geistig nicht ausgelastet werden, sind frustriert und voll von ungenutzter Energie und Trieben. Sie werden immer einen eigenen Weg finden, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen, sei es durch systematisches Zerlegen der Wohnungseinrichtung, Alleingänge über den Gartenzaun oder die Katze des Nachbarn zum Nachtisch. Und das sind noch die kleineren Übel ... Der Dogo BRAUCHT eine sinnvolle Aufgabe! Ein ausgelasteter, auseichend bewegter und artgerecht beschäftigter Hund wird immer leichter zu führen und in der Haltung problemloser sein. Während der Arbeit mit dem Hund ist es wichtig, ihm zu zeigen, was er „jagen" darf und was nicht. Eine frühe Sozialisierung mit anderen im Haus lebenden Tieren/Kleintieren ist immens wichtig.