Ausgabe vom 11.3.2010
Tausend Tölen, die Zeitung oder Illustrierte für alle Hundeliebhaber  alles zum Thema Hunde in Berlin und Brandenburg. Packende Reportagen, rührende Leser-Geschichten, lustige Wettbewerbe, aufregende Fotos, lehrreiche Videos unter -Talking Dogs-, spannende Hintergrund-Informationen in der Rubrik -bunte Hunde-, wichtige Termine, Adressen und Dienstleister, Tierarzt-Tipps
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Planet Hund I

 

Planet Hund, ein Hund geht durch die Welt, die Welt in den Augen eines Hundes

 

Hunde können Krebs riechen

Nicht nur bei Polizei, Zoll und im Rettungsdienst wird der außergewöhnliche Geruchsinn von Hunden geschätzt. Sogenannte Anfallsignalhunde warnen in England, Australien und den USA  schon seit über  20  Jahren "ihren"  Menschen zuverlässig  vor einem drohenden epileptischen Anfall. Neu hingegen ist der Einsatz der Spürnasen bei der Krebserkennung.

Einem amerikanisch-polinischen Forscherteam in Main County California ist es nun gelungen, fünf Hunden innerhalb von 16 Tagen den Unterschied zwischen dem Geruch gesunder und krebskranker Probanden beizubringen. Die Wissenschaftler haben sich auf die Erkennung von Lungenkrebs spezialisiert. Von den Testpersonen wurden Atemproben genommen und in Plastikbeutel verpackt. 83 der 169 Probanden waren gesund, bei 55 war nach Biopsien Lungenkrebs und bei 31 Brustkrebs festgestellt worden. Die numerierten Atemproben wurden geöffnet und den Hunden präsentiert, die darauf trainiert waren sich hinzusetzen, wenn sie Krebs erschnüffelten. Um zu untersuchen, ob die Ergebnisse wiederholen ließen, mussten die Hunde mehrer hundert Male schnüffeln. Patienten mit Lungenkrebs wurden in 99 Prozent der Fälle erkannt, solche mit Brustkrebs in 89 Prozent. Die Hunde übertreffen mit diesem Ergebnis sogar die Genauigkeit von Mammographien.

Auch Blasenkrebs können Hunde erriechen. Carolyn Willis vom Amersham Hospital in Buckimshire sammelte den Urin von 36 Blasenkrebspatienten  und 108 gesunden Menschen. Die Forscherin und ihre Kollegen hatten anhand von Proben sieben Hunde darauf trainiert den Urin von Blasenkrebspatienten zu erkennen. Ziel war es, jeweils eine Probe eines Krebspatienten aus sieben Proben herauszuschnüffeln. Bei dieser Prüfung fanden die Hunde in 22 von 54 Fällen die richtige Probe. Damit lagen sie in 41% der Fälle richtig.

1989 wurde die Labradorhündin Isabelle berühmt, die ständig am Hautkrebs ihrer Besitzerin schnupperte. Während einer Fernsehshow legte sie sich auf die Füße einer Jurorin. Als man die Frau daraufhin zu einer Krebsuntersuchung drängte, wurde bei ihr ein Melanom im Frühstadium diagnostiziert. Die Hündin wurde als "Americas top dog" gekürt.

Das Riechepithel des Menschen umfasst 5qcm, das des Hundes 150qcm. Auf diese Fläche kommen beim Menschen 5 Millionen, beim Schäferhund 220 Millionen Riechzellen. Auch riechen die Vierbeiner stoßweise um das Riechepithel nicht zu ermüden.

Tumore enthalten Benzol sowie winzige Spuren alkalischer Derivate, die in gesundem Gewebe nicht vorhanden sind. Mit ihrem guten Geruchssinn können die Hunde ein einziges Dufmolekül aus einer Billion anderer herausriechen. Auch haben sie die Fähigkeit komplexe Duftmischungen zu erkennen und zu unterscheiden. Alle Versuche, solche Substanzen mit künstlichen Geruchsdedektoren aufzuspüren, sind bisher gescheitert. Die Studien zeigen auch, daß bei der Früherkennung von Krebs den Körperausscheidungen mehr Bedeutung geschenkt werden sollte. Denn Tumore scheiden beim Wachstum Abbauprodukte aus, die durch die Körperflüssigkeiten ausgeschieden werden.

Die Erkennung von Krankheiten durch Urin hat Geschichte. Schon in der Antike gab es sogenannte"Harnschmecker", die Urin probierten und so Diabetis, Harnwegsinfektionen oder Lebererkrankungen erkennen konnten.                 (Quelle:medizin.de)

 

 

Hunde gähnen mit

Auch Hunde haben ein Einfühlungsvermögen

Gähnen ist nicht nur unter Menschen ansteckend. Auch Hunde reißen oft das Maul auf, wenn sie einen Menschen gähnen sehen. Zum ersten Mal ist dieses ansteckende Gähnen auch zwischen unterschiedlichen Arten nachgewiesen worden. Die Forscher der Universität London glauben, daß dieses Verhalten auf ein rudimentäres Einfühlungsvermögen von Hunden gegenüber Menschen hinweist. In den Versuchen hatten die Wissenschaftler um Atsushi Senju 29 Hunde jeweils einem Forscher zunächst beim lauststarken Gähnen, dann beim lautlosen Öffnen des Mundes zugeschaut. Während beim lautlosen Mundöffnen keiner der Hunde reagierte, ließen sich 72 Prozent der Tiere vom herzhaften Gähnen des Forschers anstecken. Da kann selbst Herrchen nicht mithalten. Nur 45 bis 60 Prozent der Menschen lassen sich zum mitgähnen animieren, bei Schimpansen ist es sogar nur ein Drittel.

Biologischhängt die Nachahmung vermutlich mit den sogenannten Spiegelneuronen zusammen. Diese Art der Nervenzellen ist nicht nur aktiv, wenn man selbst etwas tut, sondern auch, wenn man andere bei einer Handlung beobachtet. Diese Nervenaktivität wird als Schritt zur unbewussten Imitation gewertet.

Senju und sein Forscherteam vermuten, dass auch Hunde über eine grundlegende Form der Empathie verfügen müssen, um menschliche Handlungsweisen deuten zu können. Wie sich das Einfühlungsvermögen entwickelt hat, ist noch ungeklärt. Denkbar sei eine evolutionäre Anpassung der Hunde an den Menschen. Das Gähnen könnte auch ein erlerntes Verhalten sein, etwa wenn ein Hund einen Menschen wiederholt beim Gähnen beobachtet hat. Die Hunde könnten aber auch mit dem Gähnen auf die ungewohnte Versuchssituation reagiert  und damit Stress abgebaut haben. Diese Reaktion auf Stress sei auch bei anderen Tierarten bekannt, schreibt Senju in dem Fachblatt "Biology Letters". (Quelle: Stern)

 

Dumme Babys, kluge Wölfe

Babys und Hunde irren sich auf gleiche Weise

Hunde und Babys suchen einen versteckten Gegenstand immer am selben Ort, wenn es ihnen einmal so beigebracht wurde, selbst wenn der Gegenstand vor ihren Augen woanders versteckt wurde. Das fanden ungarische Wissenschaftler nun heraus. Wölfe hingegen, ließen sich in den gleichen Versuchen nicht so schnell täuschen und fanden den Gegenstand dort, wo er auch tatsächlich versteckt worden war. Die Ergebnisse zeigen die hohe soziale Kompetenz von Hund und Mensch, so die Forscher der Budapester Universität.

In der Versuchsreihe versteckte eine Person einen Gummiball hinter einem von zwei Tüchern , begleitet von Signalen wie Augenkontakt, Gestik, Mimik und Rufen.Hunde, Kleinkinder und Wölfe fanden den Ball hinter dem richtigen Tuch. Dann wurde der Ball hinter dem zweiten Tuch versteckt, Hunde und Babys vertrauten auf das Gelernte und suchten weiterhin hinter dem ersten Tuch. Hunde machten den Fehler allerdings seltener, wenn der Gummiball ohne Kommunikationssignale versteckt worden war. Die Wölfe vermuteten den Gegenstand immer dort, wo er tatsächlich versteckt war. Dann tauschten die Forscher die Person aus, nachdem diese den Ball versteckt hatte. Eine andere Person versteckte nun den Ball hinter dem zweiten Tuch. Jetzt suchten auch die Hunde am richtigen Ort, die Babys suchten jedoch weiterhin hinter dem ersten Tuch.

Was im ersten Augenblick gegen die Intelligenz der Menschenkinder zu sprechen scheint, sei ein Zeichen von hoher Lernbereitschaft in sozialem Kontext, so die Wissenschaftler. Gemeint ist die Fähigkeit der Babys , sich Dinge zu merken, die von einer Person vermittelt werden, die gleichzeitig nonverbale Signale wie Deuten oder Blickkontakt nutzt. Auch können die Babys einmal Gelerntes auf andere Situationen übertragen. Bei ihnen war das Verstecken des Balls nicht an einen bestimmte Person gebunden, wie bei den Hunden, für die ein ausgetauschter Wissenschaftler genügte, um das vorher Gelernte zu vergessen. Die Wölfe hingegen beurteilten jede Situation neu und ließen sich von Personen überhaupt nicht ablenken: sie suchten dort, wo sie den Gegenstand vermuteten.

Die Wissenschaftler glauben, daß das Verhalten der Hunde auf eine neue Fähigkeit ihrer Art hindeutet, die sie von den Menschen seit ihrer Domestizierung übernommen haben. Sie können genau wie Babys einen Zusammenhang zwischen eindeutigen Kommunikationssignalen und einem Lerninhalt herstellen. Allerdings gelänge es ihnen nicht, einen Inhalt in ähnliche Situationen zu übertragen, was bei Babys der Sinn des Lernens sei.        (Quelle: bild der wissenschaft)


Der erste Hund der Welt war ein Chinese!

Die weltweit ersten Hunde wurden vor 16000 Jahren in China südlich des Jangtse-Flusses gezüchtet. Das haben schwedische und chinesische Forscher mit genetischen Analysen herausgefunden. Zum ersten Mal habe man „genau auf den Punkt" einkreisen können, wo und wann wie viele Wölfe als erster Hundestamm gezähmt worden seien. Der Molekularbiologe Peter Savolainen erklärte, dass bisher der globale Ursprung aller Hundestämme lediglich grob in Ostasien lokalisiert werden konnte. Die Forscher nutzten  Erbmaterial der Zellkraftwerke (Mitochondrien), das nur über weibliche Tiere weitergegeben wird. Danach entwickelte sich der erste Hundestamm aus einer überraschend hohen Zahl von mehreren hundert gezähmten Wölfen. Herausgefunden hat die schwedisch-chinesische Forschungsgruppe dies durch die Feinanalyse des Erbmaterials von über 1500 Hunden in Europa, Afrika und Asien.
Dabei wurden ausschließlich bei den untersuchten Hunden aus zwei chinesischen Provinzen südlich des Jangtse DNA-Typologien gefunden, die komplett und in direkter Linie zu bestimmten Anlagen in weiblichen Wölfen führen. Bei den europäischen und afrikanischen Hunden war dies nur teilweise der Fall. „Daraus können wir schließen, dass Wölfe genau hier erstmals gezähmt wurden. Als der Bestand sich dann über die ganze Welt ausbreitete, gingen diese DNA- Typen nach und nach verloren", sagte Savolainen der Zeitung „Dagens Nyheter".
Als "aufregend" stufte der Molekularbiologe auch die Entdeckung ein, dass die ersten chinesischen Hunde nicht wie ihre späteren Nachkommen in Europa als Hirten- oder Wachhunde eingesetzt wurden, sondern „wahrscheinlich in menschlichen Mägen endeten". Man habe die Wölfe wohl zunächst gezähmt, um die neuen Haustiere als Nahrung zu nutzen, meinte Savolainen: „Gerade in Südchina gibt es das ja heute noch." Erst später sei den Züchtern aufgegangen, dass man Hunde auch anders einsetzen kann.
Die entgegen früherer Hypothesen wesentlich besser abgesicherte Einkreisung der ersten Hundestämme stimme gut überein mit dem Übergang der menschlichen Bevölkerung vor 10000 bis 12000 Jahren von einer Existenz als Jäger und Sammler zu einer bäuerlichen Gesellschaftsform (Quelle: Krone.at)


Warum der Pudel wie ein Pudel aussieht

Nur drei Gene sind verantwortlich für die Fellstruktur

Forscher sind dem Ursprung von Pudel-Locken und Schnauzer-Haaren auf die Spur gekommen: Die Unterschiede in Farbe, Länge und Beschaffenheit des Fells von Haushunden ist auf die Aktivität von lediglich drei Genen zurückzuführen. Die Kombination dieser Gene ist für alle möglichen Fellbeschaffenheiten der mehreren hundert bekannten Rassen verantwortlich. Die Länge, Form und Farbe eines Hundehaares ist eigentlich eine komplexe Eigenschaft. Dass sie nun aufgeschlüsselt und drei bestimmten Genen zugeordnet werden konnte, lässt die Forscher hoffen, dass dies auch bei komplexen menschlichen Merkmalen, wie genetisch verursachten Krankheiten, gelingen könnte.

Von Bo, dem berühmten Haushund der Familia Obama, bis Lassie wurden alle heutigen Hunderassen seit der Domestizierung des Wolfes vor etwa 15.000 Jahre vom Menschen nach bestimmten Kriterien ausgewählt und gezielt gezüchtet. Eines dieser Kriterien ist das Fell, welches die Forscher durch drei Eigenschaften charakterisieren: Haarlänge, Locken und Vorhandensein von Schnauzer und Augenbrauen wie beim Rauhaardackel. Diese drei Merkmale sind bei Haushunden in allen möglichen Ausprägungen und Kombinationen zu finden. Auf der Suche nach den verantwortlichen Genen screenten die Forscher das Erbgut von über tausend Individuen von 80 Rassen und verglichen die Daten mit der jeweiligen Fellbeschaffenheit. So konnten sie zeigen, dass die drei Gene RSPO2, FGF5 und KRT71 die verschiedenen Merkmale bestimmen.

Die Gene sind bei allen Hunderassen, wie auch bei ihrem Vorfahren, dem Wolf, in einfacher Ausführung vorhanden. Hunde, deren Fell weitgehend wie das ihres Urahnen ist, nämlich kurz und mit ungelockten Haaren, weisen wie der Wolf die Originalform der Gene auf. Durch die seit 200 Jahren gezielt betriebene Züchtung von Fellmerkmalen veränderten sich die Gene verschiedener Rassen jedoch schon in einer kurzen Zeitspanne enorm. Das Erbgut modernerer Rassen weist daher Mutationen in den drei Genen auf, sowie unterschiedliche Wiederholungen der DNA-Abschnitte, was eine Vielzahl von Kombinations- und Variationsmöglichkeiten bietet.

Co-Autor K. Gordon Lark erklärt, die Merkmale, die von den Züchtern ausgewählt wurden, müssten nicht unbedingt von Vorteil für die Hunde sein. Nicht die natürliche Auslese habe entschieden, welche Individuen sich vermehren, sondern von Züchtern geschaffene Kriterien. Viele Tiere haben eine kürzere Lebensspanne, da sie anfälliger für Krebs, Immunerkrankungen und Alterserscheinungen wären, erklärt Lark. Die Resultate seien deshalb von großem Interesse, da der Mensch mit dem Hund viele Merkmale, darunter auch Krankheiten, teile. Nicht umsonst würden Hunde in vorklinischen Studien für Medikamente verwendet. Vom besseren Verständnis der Genetik der Vierbeiner erhoffen sich die Forscher Aufschlüsse über das menschliche Erbgut.  (Quelle: Spiegel online)

Hunde können neidisch sein

Bisher war man sicher, dass nur Primaten wie Schimpansen und Kapuzineräffchen sensibel auf ungerechte Belohnung für die Bewältigung derselben Aufgabe reagieren. Jetzt untersuchten Wissenschaftler der Uni Wien dieses Verhalten bei Hunden und stellten fest, dass nach einigen Versuchen mit ungleicher Belohnung die Hunde die Mitarbeit verweigerten. Ob der Kontrollhund mit Wurst oder trockenem Brot gefüttert  wurde, war für den Versuchshund egal, seine Reaktion war dieselbe. Im Gegensatz zu Hunden spielt bei Affen die Qualität der Belohnung durchaus eine Rolle. Je unterschiedlicher die Belohnung war, umso heftiger waren die Tiere verstimmt. (Quelle: Spiegel online)

Der Computer, der Hundegebell übersetzt

Ungarische Forscher wollen jetzt einen Computer entwickelt haben, der Hundegebell versteht und übersetzt. Die neue Software hat 6000 Bell-Laute einer ungarischen Hirtenhund-Rasse analysiert. Das Computerprogramm könne das Gebell einzelner Hunde besser auseinanderhalten als ein Mensch, berichten die Forscher der Budapester Universität.  Das Programm führe das Gebell auf sechs alltägliche Situationen zurück: „Kampf“,  „Fremder“, „Gassi gehen“, „allein“, „Ball“, und „spielen“. Bei ersten Versuchen wurde das Gebell in 43% der Fälle richtig zugeordnet. Die Methode eröffne „völlig neue Perspektiven für das Verständnis der Tierkommunikation“. Für Dorit Feddersen-Petersen ist das keine Überraschung. „Das erstaunt mich nicht“, meint sie. Die Forscherin der Universität Kiel setzt sich schon seit Jahren mit den unterschiedlichen Verhaltensweisen von Wölfen und Hunden auseinander. „Bellen ist bei Wölfen nur sehr selten zu hören, und nur im Zusammenhang mit Aggression“. Hunde bellten hingegen auch um Freude mitzuteilen. Der Wolf nutzte statt des Bellens bis zu 60 verschiedene Mienen, deshalb gäbe es schon länger die Hypothese, das das differenzierte Bellen der Hunde im Zusammenhang mit der menschlichen Sprache steht. Die Kommunikation über Laute wäre also ein Ergebnis des Zusammenlebens von Mensch und Hund, erklärt die Verhaltensforscherin.

Extra-Gen macht Hunde klein

Ob Dackel, Basset oder Corgi, viele Hunderassen haben erstaunlich kurze Beine.  Eine zurück in das Erbgut gelangte Gen-Abschrift soll bewirken, daß die Röhrenknochen vorzeitig verknöchern. Das haben jetzt amerikanische Forscherinnen herausgefunden. Das Retrogen kommt bei allen Hunderassen vor, bei denen Kurzbeinigkeit zum Rassestandard gehört. Die Hunde erben das Gen meistens von beiden Elternteilen. Bei normal langbeinigen Rassen fehlt das Gen komplett. Die Forscherinnen untersuchten 835 Hunde aus 76 Rassen und stießen auf einen Zusammenhang der Kurzbeinigkeit und einer Region auf Chromosom 18. Bei dem Abschnitt handelt sich um eine kompakte Kopie des Gens Fibroblast Growth Factor 4 (FGF4). Sie geht zurück auf die von Regulationsabschnitten und Einschüben befreite RNA-Blaupause des Wachstumsfaktorgens, die wiederum in DNA umgeschrieben und in das Erbgut integriert wurde. Das enstandene Retrogen ist noch heute aktiv und stört vermutlich die Balance verschiedener Wachstumsfaktoren. Anfangs wohl eher selten, trat es bei der Zucht kurzbeiniger Jagd-und Hütehunde schnell seinen Siegeszug an. (Quelle: Science Express online)

Kunstlinse für Hunde

Der graue Star kann auch unsere Vierbeiner treffen. Nun hat eine Brandenburger Firma eine Kunstlinse entwickelt, die den speziellen Bedürfnissen von Tieren angepasst ist. Tigern, Pferden und Hunden kann jetzt mit einer Operation geholfen werden. Für diesen Eingriff ,der mehr als 1000 Euro kostet, gibt es nur wenige Spezialisten. Eine von ihnen ist die Berliner Tierärztin Ingrid Allgoewer. Sie hat schon Zirkuselefanten, Sportpferde und Schimpansen untersucht. Grundsätzlich sei der Eingriff bei fast allen Tieren möglich, entscheidend sei die Größe des Auges. Die sogenannte Intraokularlinse stammt von der Firma S&V aus Henningsdorf nördlich von Berlin. Nur noch zwei Unternehmen -eins in den USA und eins in Frankreich- stellen vergleichbare Produkte her. Entwickelt wurde die Linse von Christine Kreiner, die es mit ihrer Idee bis an die Weltspitze schaffte. "Tiere benötigen Linsen mit viel höheren Dioptrienwerten als Menschen", erklärt die Chefin. Würde sie dasselbe Material wie für Menschen verwenden,wären die Linsen so dick, dass sie in kein Hundeauge passen würden. Deshalb entwickelte sie ein Polymer, aus dem sich Kunststofflinsen formen lassen, die rund 50 Prozent dünner sind und mit einem hohen Wassseranteil weich wie Gel. Für die Tierärztin Ingrid Allgoewer ist die Operation inzwischen Routine. " Die Erfolgsquote liegt bei 90 Prozent ". Unter Erfolg versteht sie die vollständig wiederhergestellte Sehkraft. Eine Linderung des grauen Stars trete in jedem Fall ein. (Quelle: Spiegel TV)

 

IHK bildet Hundetrainer aus

Die IHK Potsdam bietet in  Zusammenarbeit mit dem BHV jetzt eine ganz besondere Weiterbildung an. 15 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet nehmen an dem bundesweit ersten Lehrgang zum Hundeerzieher und Verhaltensberater teil. Die theoretische Ausbildung umfasst insgesamt 13 Module  in 312 Unterrichtseinheiten. "Von rechtlichen Grundlagen des Tierschutzes über die Anatomie eines Hundes bis zu lerntheoretischem Verhalten werden die Teilnehmer von unterschiedlichen Dozenten unterrichtet", erläutert die IHK-Teamleiterin Kerstin Poloni. Im praktischen Teil erhalten die Teilnehmer Einblicke wie Trainingseinheiten aufgebaut und Welpengruppen geleitet werden. Die Praxis erlernen sie in 50 bis 500 Stunden in Praktikumsbetrieben. Alle Teilnehmer sollten gute kommunikative Fähigkeiten besitzen. " Viele wollen mit Tieren arbeiten, weil sie sich mit Menschen nur schwer auseinandersetzen können", sagt Tierärztin Christiane Wergowski. Als Hundeerzieher müsse man sich aber hauptsächlich mit den Haltern beschäftigen um diese zu Verhaltensänderungen zu bewegen.Die Kosten der theoretischen Ausbildung liegen bei rund 3500 Euro, pro Stunde im Praktikumsbetrieb werden zusätzlich 5 Euro veranschlagt. "Ziel soll es sein, dass die Teilnehmer später eine Hundeschule leiten können" ,betont Kerstin Poloni. Zurzeit darf jeder eine Hundeschule eröffnen, dementsprechend viele schwarze Schafe gebe es in diesem Beruf. Mit der Weiterbildung zum Hundeerzieher und Verhaltensberater soll dieser Entwicklung ein Ende gesetzt werden und Hundebesitzern eine seriöse Unterstützung angeboten werden.( Quelle:IHK Potsdam)

Pille gegen Parasiten

Eine einzige Pille soll Hunde und Katzen zukünftig einen Monat lang vor Flöhen und Zecken schützen. Amerikanische Forscher aus den Merck-Laboratorien in New Jersey haben jetzt ein Medikament entwickelt, dass ohne Nebenwirkungen gegen die Parasiten  wirkt. Flöhe und Zecken sind nicht nur lästig sondern können auch Krankheiten wie Borreliose übertragen. Die Wirkstoffe der neuen Pille stammen alle aus Pilzen und blockieren das Nervensystem der Insekten. Studien mit Mäusen zeigen, dass der Wirkstoff im Fettgewebe gespeichert wird und so über einen längeren Zeitraum langsam abgegeben wird. Die Nachfrage nach Mitteln zur Bekämpfung von Parasiten ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Meistens sind es Medikamente , die äußerlich angewendet werden. Die Tierhalter bevorzugen jedoch Tabletten, da diese auch bei Regen oder Baden nicht in der Wirkung nachlassen und sie selbst auch nicht mit ihnen in Berührung kommen.  (Quelle: Merck-Forschung)

 

Hundebandwurm

Auch in Deutschland können Hunde den Hundebandwurm übertragen. Das stellten Wissenschaftler jetzt in einer Studie fest. Jeder sechste Patient hat sich hierzulande angesteckt. Die meisten Infektionen haben ihren Ursprung aber immer noch im Ausland. Die Hauptverbreitungsgebiete in Europa sind die Mittelmeerländer sowie der Balkan. Aber auch in Regionen Südamerikas, Nordafrika, Australien und Neuseeland kommt der Hundeband wurm häufig vor.
„Besonders im Ausland sollte man den Kontakt zu streunenden Hunden meiden und den eigenen Vierbeiner von fremden Artgenossen fernhalten“, sagt Peter Walger von der Universitätsklinik Bonn.
Es bestehe aber nach wie vor kein Anlass zu übertriebener Sorge. In Deutschland werden dem Robert-Koch-Institut jährlich nur 70 Hundebandwurm-Infektionen gemeldet.
Der Hundebandwurm befällt in erster Linie Leber und Lunge. Bis zu den ersten Krankheitszeichen wie z.B. Bauchschmerzen können Monate oder auch Jahre vergehen. Oftmals verläuft die Infektion auch ganz ohne Symptome. Der Hundebandwurm ist weit weniger gefährlich als der Fuchsbandwurm.
Der Berufsverband deutscher Internisten rät, den eigenen Hund regelmäßig zu entwurmen.
Weltweit werden jährlich 100.000 bis 300.000 Menschen mit dem Hundebandwurm infiziert.
(Quelle: www.internisten-im-netz.de)

Der Schlangenschnüffler

Die vierjährige Schäferhündin Amy „spielt“ am liebsten mit Krokoleder, Schlangenhaut und Korallen. Sie ist eine von zwei Artenschutz-Spürhunden in Deutschland. Am Frankfurter Flughafen schnüffelt sie sich in nur 15 Minuten durch 350 bis 400 Koffer auf der Suche nach verbotenen Souvenirs wie ausgestopften Echsen, Schlangen, Schildkröten oder Krokodilhandtaschen.
Gerade zu Beginn der Urlaubszeit warnen Artenschützer eindringlich davor, sich in Afrika oder Asien „Andenken“ wie in Alkohol eingelegte Kobras, Riesenmuscheln, Elfenbein, Fechtnerschnecken oder Orchideen aufschwatzen zu lassen. Auch das Mitbringen des Goldrings mit eingearbeitetem Elefantenhaar oder der Korallenkette steht nach dem Washingtoner Artenschutzgesetz unter Strafe.
Allein im letzten Jahr wurden 21.000 Exponate -oft Teil lebende Tiere in doppelten Kofferböden- von den Zollbeamten sichergestellt. „Wir machen uns keine Illusionen, daß wir diese Flut eindämmen können“ sagt Brond-Hendrick Böttcher vom Düsseldorfer Flughafen.  „Die Zahlen bleiben gleich, nur die Mode wechselt. Im Moment stehen Korallen auf Platz eins der Hitliste.“ Und so wird Amy in ihrem aufregenden Arbeitsleben wohl noch viele „Spielzeuge“ erschnüffeln dürfen... (Quelle: Welt online)



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