Experten diskutieren das Thema "Bällchenspiele sind Gift für Hunde"

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Lesen Sie die Beitrage und schauen Sie sich das Video (unten) an!


Wolfgang Seifert

Hundeschule Canis Vera

Die Frage alleine ist eigentlich falsch gestellt, da zu allgemein. Mit einem Ball spielen kann man in vielen Variationen, es muss nicht immer Gift sein. Allerdings muss ich anmerken, dass ich in der Wildnis noch nie einen Hund/Wolf etwas werfen sehen habe. Also ist das Werfen an sich nicht das richtige Mittel um einen Hund zu beschäftigen, da ja nur einseitige Kommunikation stattfindet. Wenn schon mal werfen, bevorzuge ich einen Kong, der beim auf treffen auf dem Boden unkontrolliert umeinander hupft. Dies simuliert in Teilen einen laufenden Hasen der Haken schlägt.

Aber ich halte mehr von verschiedenen Nasenspielen, die einen Hund mehr fordern und wo er mehr Konzentration braucht, dafür kann man natürlich auch einen Ball verwenden und der ist dann kein Gift.

Ein ganz anderes Problem ist ja, dass Hunde an Menschen verkauft werden, die überhaupt nicht zu solchen Menschen passen. Zum Beispiel ein Jagdhund an Nichtjäger , in der Stadt, in einer 2 Zimmer-Wohnung und jeden Tag nur 1 Stunde um den Block Gassi gehen. Solche Hunde brauchen einen Jagdersatz und das kann auch ein Ball sein, aber nicht ständig nur geworfen. Sinnvolles spielen setzt ein Team voraus und nicht nur eine Ballwurfmaschine und einen Spieler der sich die Seele aus dem Leib hetzt.

 



Britta Kalff, N.A.T. natural animal therapie , Mobile Hundeschule, Dogdance und Tricktraining, 52525 Heinsberg

In dem Video sieht man eindeutig mehrere Facetten wie Spiel mit dem Hund NICHT aussehen sollte.
Mit einem Hund ein Beutespiel zu spielen, der Ressourcenverteidigung gegenüber anderen Hunden und / oder Menschen zeigt auf der einen Seite, auf der anderen Seite einen Balljunkie der seinen Besitzer immer wieder erfolgreich manipuliert, ihm seine Droge zu geben.
Beide Probleme liegen im Grunde nicht im Hund begraben, sondern im Besitzer, der sich nicht im Klaren darüber ist, was er in seinem Hund mit diesem Spiel auslöst und was SPIEL für den Hund allgemein bedeutet.
Ballspiel oder Spiel mit Beutegegenständen allgemein ist sicherlich nicht zu verteufeln. Allerdings muss in diesem Spiel, wie in jedem anderen Spiel auch, eine klare Regel herrschen. Leider findet genau das im Normalfall nicht statt.
Der typische Hundehalter nutzt das Beutespiel / Apportierspiel um den Hund schnell müde zu machen und wundert sich, dass das eigentlich gar nicht funktioniert. Anstatt den Hund dadurch ruhiger zu bekommen, dreht der Hund mit und mit immer weiter auf, vor allem auch deshalb, weil genau dieses Spiel meist noch den einzige Höhepunkt im Tages des Hundes darstellt. Und nach diesem Höhepunkt giert der Hund und möchte ihn so schnell nicht wieder hergeben.
Man sollte sich als Hundebesitzer wirklich genauer darüber Gedanken machen, welches Spiel und welche Beschäftigung für DIESEN - DEN EIGENEN Hund passend ist. Und es ist meist genau das Gegenteil von dem was man erwartet oder möchte, weil es bequem wäre.
Der quirlige Jack Russel der kaum still sitzen kann wäre mit einem Ballspiel sicherlich nicht gut bedient, sondern ein Suchspiel würde eher dazu führen, dass er geistig runter fahren kann und sich in Konzentration und Ruhe schult - aber das macht natürlich mehr Mühe als vom Stuhl aus den Ball 20 Mal in den Garten zu werfen und dabei eine Zigarette zu rauchen.
Der gelassene Schäfermix, der den Ball freudig bringt und ausgibt, aber auch abschaltet, wenn man den Ball in die Tasche steckt, der kann sicherlich auch ein Ballspiel vertragen.
Das ganze Problem an der Sache ist meiner Meinung nach, dass viele Hundebesitzer weder die ZEIT noch die LUST haben ein SPIEL zu strukturieren und mit entsprechenden Regeln für alle Beteiligten zu versehen.
Es muss eine andere Sichtweise erreicht werden.
Ein Ballspiel deshalb zu verteufeln, halte ich trotzdem für falsch.
Richtig gespielt mit dem richtigen Hund im richtigen Maße ist ein Ballspiel ein wunderbares Spiel
Mit einem aufgedrehten rastlosen ressourcenverteidigendem Hund und einem bewegungs- und beschäftigungsfaulem Besitzer - ist ein Ballspiel wirklich Gift



Heike Rohm Hundeschule und Betreuungsservice Taff Stoke Der Hundedienst aus Duisburg

In diesem Video ist das "Ballspiel" unkontrolliert. In so einem unkontrolliertem "Ballspiel mit mehreren Hunden" kann es unter Beutegierigen Hunden zu Streitereien kommen.
Ich trainiere mit meinen 3 Hunden, ob jetzt Ball oder Dummy's (Leinensäckchen), dass sie nur mit mir zu ihrem Erfolg sprich Beute kommen. Dazu gehört, dass mein Hund gar nicht weiß, wo die Beute ist, ich aber
meinen Hund beigebracht habe geradeaus zu laufen bis ich ihm einen Suchenbefehl gebe bzw. wenn ich ihn mit einem Signal stoppe nach rechts oder nach links zu laufen. Das fördert das Vertrauen des Hundes in den Führer/in und der Hund lernt auch auf große Distanzen auf mich zu achten. Oder auch ich werfe Ball oder Dummy, aber nicht so einfach geradeaus, sondern suche mir Stellen aus, die eine Herausforderung an Markierfähigkeit für meine Hunde sind. Dieses ist z.B. auch auf echten Niederwildjagden erforderlich. Auch, nein ganz besonders auf den Jagden müssen Hunde gehorsam sein.

Selbst wenn zwei oder mehrere Hunde an die Beute gelangen, dürfen sie sich nicht streiten, dies sollte trainiert werden, denn auch das ist auf einer echten Niederwildjagd undenkbar, da jede Ente oder Fasan zerrupft wäre. Was nicht darf!


Cathrin Laurenz / CAT4DOGS Hundeerziehung NRW:

Erst mal vorweg etwas Grundlegendes zu unserem heutigen Haushund und "seinen Problemen"...

1. Der Hundehalter hat im Normalfall das Problem und nicht sein Tier! Hunde verhalten sich wie Hunde, nur viele Menschen schaffen es nicht, sie auch als solche zu sehen!

Um meine Meinung zum Thema "Bällchen werfen" abzugeben, muss ich etwas weiter ausholen. Am Ende erklärt es sich von selber, warum ich nichts davon halte....

Der Hund:
Die Gesamtheit seiner Sinne ist auf erfolgreiches Sichtjagen ausgerichtet. Dies übt er bereits im Welpen Alter mit seinen Wurfgeschwistern in jeder Sequenz und Situation, bis auf das Töten der Beute. Dazu gehören u.a. das Anschleichen, das Jagen, das Fixieren, sowie das spielerische Anspringen, Festbeißen und Niederreißen.

Alles was wir Menschen während seiner Anwesenheit tun, beobachtet ein Hund genau und anhand dieser ersten Eindrücke macht sich bereits der Welpe ein Bild von dem menschlichen Verhalten. Auf der Hunderunde zum Beispiel bemerkt er jeden Tag auf ein Neues, das Menschen zur Jagd nicht geeignet sind. Ein Welpe und auch ein erwachsener Hund fordert uns oft über Gesten und seine Körpersprache zum gemeinsamen Jagen auf, bis er im Normalfall irgendwann resigniert aufgibt und seinen eigenen Interessen nachgeht.
Viele Hundehalter signalisieren dem Hund über Zerr- und/oder Ballspiele o.ä. das er den Ablauf bestimmen darf. Einige sind sogar stolz darauf, dass er sein Spielzeug (seine Beute!) vor ihre Füße legt und bellend dazu auffordert, dieses zu werfen oder daran zu ziehen. Damit gesteht man dem Hund aber die Rechte eines Ranghöheren zu, ob nun bewusst oder unbewusst und man darf sich nicht wundern, wenn das Tier
seine erworbenen Rechte dann auch in Anspruch nimmt. Sein Eindruck festigt sich täglich anhand vieler Kleinigkeiten z.B. wenn der Mensch zur Seite rückt, sobald der Hund auf das Sofa springt. Darf er an der Tür Besuch begrüßen, bestätigt man ihm das Recht und die Pflicht, die Reviergrenze zu kontrollieren. Ebenso am Gartenzaun! Der Mensch zwingt einen Hund regelrecht in diese Verantwortung wenn er ihn alleine im Garten lässt. Es gibt zig weitere Situationen anhand derer viele Hunde in der Gewissheit aufwachsen, sie seien das Oberhaupt der Familie und somit auch die Verantwortlichen! Das alles sind grob fahrlässige menschliche Fehler, die unweigerlich zu Missverständnissen und Kommunikationsschwierigkeiten mit dem Hund führen müssen! Auf der einen Seite werden ihm Freiheiten eines Rudel Chefs gewährt und im nächsten Moment soll er sich "einfach so" unterordnen.

Über die Ball- (und/oder Zerr-) Spielchen wecken wir den Hetz-/ bzw. den Jagdtrieb, den ein Hund sowieso in sich trägt, jedoch recht selten ausleben darf. Warum also auch noch darauf heiß machen...??? Früher oder später ist ein Ball abgenutzt, oder der Hund wird ein regelrechter Balljunkie. Muss nicht, kann aber! Auch macht der Mensch es sich schwerer mit diesen Spielchen und wird nicht selten "unglaubwürdig" für den Hund. "Beute weg werfen, sie also für die Allgemeinheit freigeben, ihn damit nicht in Ruhe lassen und dann auch noch wieder zurück fordern...?!?" Aus Hundesicht geradezu unverschämt!

Die menschliche Vorstellung steht oft im krassen Gegensatz zu den angeborenen Trieben und Bedürfnissen der Hunde. Sie sollen sich auf der Hunderunde austoben, jagen und/oder wildern dürfen sie jedoch nicht! Sie sollen mit Rudel fremden Artgenossen Kontakt aufnehmen, dürfen aber nicht raufen. Auf dem Stoppelfeld darf gebuddelt werden, aber wehe er gräbt Löcher im Blumenbeet. Stubenrein muss er sein, ohne das er die Chance auf ausreichend Möglichkeiten bekommt, dies auch zu lernen. Unappetitliche Dinge von der Straße zwingt man ihm aus dem Maul und vergisst dabei, dass diese Tiere u.a. Aasfresser sind. Fremde darf er nicht anspringen,
soll seinen Halter aber an der Tür stürmisch begrüßen. Viele motivieren ihren Hund sogar dazu, an ihnen hoch zu springen! Hin und wieder bekommt er etwas vom Tisch und in anderen Situationen soll er nicht "betteln". All das versteht ein Hund NICHT!

Hunde sind zu intelligent um nur zu Laufen und über die Bewegung alleine lastet man keine Hunderasse aus. Zumal der Bewegungsbedarf eines durchschnittlichen Hundes längst nicht so hoch ist, wie Hundehalter im Allgemeinen annehmen. Die Bewegung ist für einen Hund immer zielgerichtet in eine Tätigkeit mit eingebunden und um auf den täglichen, monotonen Spaziergängen nicht zu verdummen, unternimmt er häufig lieber etwas auf eigene Faust. Mit welchem Recht beschwert sich der verantwortliche Hundehalter, das der eigene Hund ihn ausblendet, sobald sie "gemeinsam" das Haus verlassen?!? Wen wundert es, dass solche Hunde sich eine artgerechte Beschäftigung suchen, wie zum Beispiel das "unerlaubte" Jagen? Mich nicht!

Auf http://www.cat4dogs.de können Sie mehr über sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten und effektive Problemarbeit mit und an dem Hund erfahren. Gerade den Hundewelpen sollte man gut überlegt beschäftigen und nicht sinnlos durch den Garten oder über das Feld hetzen.

In diesem Sinne, sein Sie gut zu Ihren Hunden....


Karsten Landgraff, Leiter der Mobilen Hundeschule Berlin

Grundsätzlich halte ich es für erstrebenswert, den Hund soweit als möglich artgerecht zu beschäftigen. Zu einer artgerechten Beschäftigung gehört nun einmal die Jagd. Der Hund ist und bleibt ein Beutegreifer, es kommt nur darauf an, wie ich dieses Verhalten für alle Beteiligten in zufriedenstellende Bahnen lenke. Beim Spielen mit dem Ball wird beim Werfen der Jagdinstinkt des Hundes ausgelöst. Das Hinterherhetzen hinter der Beute (dem Ball), das "Totschütteln" der Beute und die Sicherung der Beute sind natürliche Abläufe und sind artgerecht. Mindestens artgerechter, als das Laufen des Hundes am linken Bein des Menschen oder dem Pfötchengeben.
Nun können aber auch Probleme, wie in dem Video erwähnt, entstehen und wir Menschen sollten uns fragen warum? Erstens sind andere Hunde anwesend (dadurch kann der Hund den anderen Hunden Besitzverhalten zeigen) Zweitens müssen sich die Hunde nicht unbedingt kennen (das bedeutet sie lernen sich nicht neutral kennen, sondern in einem ernsten "Spiel" wo der Urinstinkt des Hundes angesprochen wird). Drittens die Hunde sind vom Menschen sozialisiert (alleine hierdurch kann es bei dem Hund schon zu Problemen in seinem natürlichen Verhalten kommen). Viertens es sind zusätzlich noch Menschen anwesend (hierdurch können weitere Probleme entstehen indem der Hund z.B. Besitzverhalten gegenüber des Menschen zeigt usw.). Diese Aufzählungen könnten bestimmt noch erweitert werden, ich möchte hier nur die primären Punkte benennen.
Aus der Diskrepanz der beiden oberen Absätze heraus stellt sich eine weitere Frage, wie kann ich den Jagdinstinkt des Hundes ansprechen und ihn dadurch artgerecht beschäftigen ohne das die in dem Video gezeigten "Nebenwirkungen" eintreten?
Die Antwort kann eigendlich nur heißen, ich spiele Ball mit meinem Hund, wenn andere Hunde und andere Menschen nicht anwesend sind. Dadurch kann ich die oben genannten problematischen Faktoren ausschließen und mein Hund kann dabei auch noch etwas lernen, wenn ich das Ballspielen um einige Sequenzen erweitere. Ich kann den Hund z.B. lehren, dass er nur auf Signal von mir hinter dem Ball her rennt, also im Gegensatz zu der These im Video, dass durch das Ballspielen erst der Jagdinstinkt des Hundes angesprochen wird und er dadurch immer häufiger jagt, kann ich ihm beibringen den Jagdinstinkt zu kontrollieren. Auch in der freien Natur wird nicht hinter jedem bewegenden Objekt hinterher gerannt. Es wird in der Regel gemeinsam gejagt und der Instinkt ist kontrollierbar. Es kommt nur darauf an, was der Mensch daraus macht. Nachdem ich einige Zeit mit meinem Hund Ball gespielt habe, kann ich diesen auch wieder in meine Jackentasche stecken und damit dem Hund signalisieren, dass ich Besitzverhalten zeige. Hierdurch wird sogar noch der soziale Rudelinstinkt des Hundes angesprochen.
Grundsätzlich stellt sich natürlich für mich die Frage, warum soll der Hund einen Gegenstand hinterher rennen, den er im Anschluss nicht fressen kann? Wäre es nicht artgerechter, wenn man z.B. mit einem Futterbeutel arbeitet? Unter dem Link http://mobile-hundeschule-berlin.de wird die Hundeerziehungsphilosophie Social Interaction with Dogs vorgestellt, bei der u.a. mit einem Futterbeutel gearbeitet wird. Es wird dort auch beschrieben, wie das Apportiertraining mit dem Beutel aufgebaut wird, welches eine gute Alternative zum Bällchenspiel darstellt.




Heike Skarupa, Hundeschule und Ausführservice Lucky Dog, Berlin:

Apportier- und Ballspiele können zum einen, wenn so zugelassen und bestärkt wie in dem Video, sicherlich zu aggressiven und unkontrollierten ressourcenverteidigendem Verhalten führen, können aber auch, wenn diese anders ausgeführt und in Erziehungsübungen und Grundgehorsamsausbau eingebunden werden, Beute- und Jagdverhalten für Hundehalter kontrollierbar machen. Ein Beispiel von meinen damals noch jungen mit mir lebenden Hunden: ich warf einen Ball und erst auf Kommando durfte einer der 7 Hunde loslaufen und den Ball holen und dass bei Blickkontakt von allen Hunden zu mir. Die nicht aufgeforderten Hunde blieben stehen. D.h. ich konnte durch diese Übung Beute- und Jagdverhalten kontrollieren und natürlich auch abbrechen üben, d.h. während ein Hund rannte, diesen mit „Halt" oder „Nein" zum Stehen bringen. Ich will damit sagen, dass es immer darauf ankommt, wie Ballspiele eingesetzt werden. Natürlich ist es sinnvoll auf Gefahren des unkontrollierten Ballspiels hinzuweisen aber auch die Möglichkeit eines positiven Umgangs sollte nicht ausgeklammert werden.


Stephan Leonhardt, Problemhundetherapeut/Hundepsychologie-Student aus Oberammergau:

Ich arbeite seit ca. 8 Jahren mit Hunden die aus dem Gleichgewicht geraten sind, die sogenannten "Problemhunde"! Meine Aufgabe als Problemhundetherapeut ist, nicht nur damit umschlossen Hunde wieder zu reintegrieren, sondern die Hundehalter zu heranwachsenen Rudelführern zu trainieren! In meinen Augen ist diese Einstellung, dass Hunde kein Bällchen oder Stöckchen spielen dürfen absolut falsch! Richtig ist, dass Hunde Bewegungsseher sind und schnelle Bewegungen Ihr Interesse wecken, richtig ist auch das solche Spiele nicht zum Nahrungserwerb dienen. Wenn ein Hund eine "Rudelorientierte Erziehung genießt werden solche Verhaltensweisen wie sie in diesem Video vorgetragen werden vom Rudelführer (Hundehalter) nicht toleriert. Als Rudelführer habe ich u.a. die Aufgabe die "Rudelordnung" sowie meine angebrachten Regeln durchzusetzen. Ich habe, ohne das ich heraustreten möchte, 6 Hunde (fünf davon agieren als Therapiehunde für aggressive Artgenossen) mit denen ich täglich Ball- Stöckchen oder ähnliches spiele. In meinem Rudel würden solche Verhaltensmuster sofort durch den Rudelführer (also mich) abgeschaft.


Tipp: Wenn ein Hund beim Ball oder Stöckchen spielen seinen Hundehalter oder Artgenossen anknurrt, ist dies ein Zeichen, dass dies kein Spiel mehr ist, sondern ein "Hierarchie- Kampf". Überlasse ich dem Hund sein Verhalten, habe ich nichts erreichen können und gebe ihm damit die Möglichkeit sich zu behaupten!

Sobald mich einer meiner Hunde zum Spielen animierten versucht, reagiere ich darauf nicht, ich ignoriere also sein Verhalten und zeige ihm damit, dass nicht er das Spiel beginnt, sondern ich (also der Rudelführer). Genau so sollte auch ein Ende des Spielens gesteuert werden. Wenn es sich aber bei Verhaltensmuster wie in diesem Video handelt, kann man nicht behaupten, dass generell das Spielen mit Ball oder Stock zu unterlassen ist.
Es bringt keinen Erkenntnisgewinn von uns Menschen abgeleitete Vorstellungen als Erklärungsmodell für solches Verhalten zu benutzen.
Die Menschen werden doch schon durch Medien so verunsichert, wir sollten Menschen mit Hunden, die ein nicht ausgeglichenes Verhaltensmuster zeigen helfen und nicht noch mehr dazu interpretieren!!!!!!!


Daniela Schüler, Leiterin der Mobilen Hundeschule in Pirna:

Zu diesem Thema ..tolles Video!!! Ich bin ganz der selben Meinung, leider gibt es immer noch zu wenig Hundebesitzer die solche neuen Erkenntnisse zu Herzen nehmen!


Harald Salastowitz, Leiter der Hundeschule Burglengenfeld:

Bälchenspiele sind wirklich Gift , bilde seit 35 Jahren Hunde aus,alle Übungsarten die aus dem Beute und Bewegungsmustern heraus gemacht werden, fördern den Hund, auf Bewegung noch mehr zu reagieren.