
Haben unsere Politiker ein Herz für Tiere?
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| Monika Grütters, 47 | Klaus Uwe Benneter, 62 | Hans-Michael Goldmann, 63 | Undine Kurth, 58 | Eva Bulling-Schröter, 53 |
| Geb. in Münster, röm.-kath., ledig CDU, Mitglied des Bundestages und Obfrau der CDU/CSU-Frak- tion für Kultur und Medien, stu- dierte Germanistik, Kunstge-schichte und Politik. | Geb. in Karlsruhe, ev., verw., 1 Sohn. SPD, Mitglied des Bundestages und Justitiar der SPD-Bundestagsfraktion, studierte Jura. | Geb. in Hildesheim, kath., verh., 3 Kinder FDP, Mitglied des Bundestages und Sprecher der FDP-Fraktion für Ernährung und Landwirtschaft und Sprecher für Kirchenpolitik. Studierte Veterinärmedizin, ist Tierarzt und Studienrat. | Geb. in Tanndorf, verh. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Mitglied des Bundestages, Parlamentarische Geschäftsführerin und Fraktionssprecherin für Tierschutzpolitik, studierte Innen-architektur und Industriedesign. | Geb. in Ingolstadt. DIE LINKE, Mitglied des Bundestages und Umweltpolitische Sprecherin ihrer Fraktion und Tierschutzbeauftragte, von Beruf Schlosserin. |
Wie ist Ihr Verhältnis ganz allgemein zu Haustieren? |
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| Neutral, weil ich so selten zu Hause bin, dass das arme Tier vereinsamen würde… | Positiv | Positiv | Eng und herzlich | Eng |
Haben Sie ein Lieblingstier? |
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| Ja, den Vogel, am liebsten den Beo. | Meine Katze Tschietsch (phon.). | Ja, meine Lieblingstiere sind Pferde | Nicht wirklich, auch wenn mich große und kleine Katzen faszinieren |
Da gibt es keines |
Hatten Sie jemals ein eigenes Tier? |
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| Ja, einen Beo, er hieß „Herr Schröder“ und konnte sprechen und singen wie ein Mensch. Auch das Telefonhat er nachgemacht. Toll! | Ja. Einen Hund und eine Katze | Ja, verschiedene, u. a. eine Katze, ein Meerschwein, Goldfische, ein Hamster und ein Pferd. | Ja – sofern man Tiere überhaupt als „Besitz“ ansehen kann. | Von Klein auf gab es Hunde in unserer Familie, diese Leidenschaft habe ich bei behalten. |
Welches Tier ist Ihnen nicht geheuer? |
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| Ein Krokodil. | Wildschweine. | Es gibt kein Tier, welches mir nicht geheuer ist | Höllenhunde und Wadenbeißer | Da gibt es keines. |
Halten Sie bzw. eines Ihrer Familienmitglieder zu Hause ein Tier? Wenn ja, um welches Tier handelt es sich? |
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| Vögel, diverse Arten, und Meer- schweinchen. | Bis zum Tod meiner Frau ja; seither habe ich allein zu wenig Zeit für ein Haustier. Tschietsch (phon). Eine Katze, die wir ganz klein von Bekannten bekommen haben. | Derzeit handelt es sich um ein Pferd und Goldfische. | Ja – ich lebe mit Tieren zusammen in einem Haus - derzeit drei Katzen. | Chico, ehemaliger Strassenhund, aus dem Tierheim in Madrid |
Warum haben Sie sich für dieses Tier entschieden? |
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| Weil ich Vögel schön finde, sie singen auch noch und sie stehen für mich für Leichtigkeit und Freiheit. | Die Katze wäre sonst getötet worden. Außerdem ist sie sehr lieb. | Weil Pferde die Lieblingstiere der Familie sind und besonders unser Pferd immer ein großer Trostspender für unsere Tochter war. | Da Katzen relativ selbständige Mitbewohner sind und es eher ertragen (sofern die menschliche Funktion als Futterbereitsteller funktioniert), wenn ihre Menschen aus Berufsgründen nicht immer Zeit haben |
Weil für mich ein Leben mit Hund einfach schöner ist |
Schildern Sie uns ein aufregendes oder unvergessliches Erlebnis, das Sie mit einem Tier hatten! |
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| Unser Beo „Herr Schröder“ hatte immer große Lust, mit uns fernzusehen – er hat so lange in seinem Käfig randaliert, wenn bei uns der Fernseher angemacht wurde, bis wir ihn rausholten. Dann hat er sich bis zum Ende des Films auf den Fernseher gesetzt und ständig Zwischen- bemerkungen gemacht…. | Ich dachte, Einbrecher seien auf dem Dachboden und wollte schon die Polizei alarmieren. Dann traute ich mich aber, nachzuschauen. Es waren drei Marder. | Unsere Katze hatte einen Kieferbruch. Aufgrund meiner veterinärmedizinischen Ausbildung und der damit gewonnenen Fingerfertigkeit konnte ich den Schaden selbst richten. | Ich beobachtete, wie eine wunderschöne Dogge (an der Leine) entspannt wartete, während „Frauchen“ ein Schwätzchen hielt. Ein kleiner Kläffer kam vorbei (nicht angeleint), pöbelte den „Großen“ lautstark an und sprang um ihn herum. Vermutlich fühlte er sich sicher, weil die Dogge angeleint war. Die drehte sich um, hob das Bein und pinkelte den Störenfried einfach voll. Ein Bild für die Götter!! | Als ich vor einigen Jahren in Afrika war, habe ich eine Herde Warzenschweine beobachtet. Als sie über die Strasse gingen, hat sich ihr Leittier quer über die Strasse vor die Autos gestellt und seine Familie dort sicher bewacht, bis alle über die Strasse waren |
Sind die Deutschen Ihrer Meinung nach tierfreundlich, oder eher nicht? |
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| Ja, die Deutschen sind sehr tierfreundlich. In Privathaushalten werden über 5 Millionen Hunde und noch mehr Katzen und andere Heimtiere gehalten. Dies ist Ausdruck großer Tierliebe. Zahlreiche Tierschutzvereine und ihre Verbände setzen sich für Tiere ein und leisten vorbildliche Arbeit. Ihnen gilt unser Dank. | Die Deutschen sind sehr tierfreundlich. | Die Deutschen sind meiner Meinung nach sehr tierfreundlich. | Einerseits würde ich uns als sehr tierfreundlich bezeichnen, andererseits wird das Elend der sogenannten Nutztiere in der industriellen Massentierhaltung leider oft ausgeblendet | Im Grunde sind die Deutschen tierfreundlich. |
Die deutschen Tierheime leiden unter Geldmangel. Glauben Sie, dass für diese Institutionen genug getan wird? |
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| Es gibt eine vielfältige und gute Zusammenarbeit mit finanzieller Unterstützung der Tierheime in den Kommunen insbesondere bei der Vergütung für die Aufnahme von Fremdtieren. Seit 2007 gibt es die allgemeine "Ehrenamtspauschale": Wer in Vereinen, Verbänden oder öffentlichen Einrichtungen nebenberuflich tätig ist, darf pro Jahr bis zu 500 Euro verdienen, ohne dafür Steuern zahlen zu müssen. Wir werden weiterhin Anreize schaffen, um Ehren- amtliche zu motivieren und die Ehrenamtskultur in unserem Land zu stärken. Wir stehen auch zur Steuerbegünstigung von Spenden an gemeinnützige Organisationen. Sie stellt eine sehr wesentliche Unterstützung und Förderung für viele Tier- schutzvereine dar. | Nicht nur die deutschen Tierheime leiden unter Geldmangel. Auch viele andere wichtige und notwendige Kinder-, Jugend- und Sporteinrichtungen brauchen dringend finanzielle Unterstützung. Die Tierheime haben zum Glück viele Förderer. | Grundsätzlich schätze ich die Situation der Tierheime als sehr schwierig ein. Grund ist, dass diese von den Ländern getragen werden und die Debatten über die finanzielle Unterstützung von den Kommunen kein Ende nehmen. Die von den Tierheimen aufgenommenen Tiere werden unterschieden in „herrenlose Tiere“, für die die Kommune nicht aufkommt und „Fundtiere“, für die die Kommune zahlt. Oftmals erhalten die Tierheime keine finanzielle Unterstützung, weil die Deklaration des Tieres von Seite der Kommunen anders ausgelegt wird. Auch ist es schwierig überhaupt klar zu definieren, ob es sich um ein Fundtier oder ein herrenloses Tier handelt. Die Leidtragenden sind in diesem Falle immer die Tierheime, weil sie dadurch immer stärker an ihre finanziellen Grenzen geraten. | Hier muss mehr getan werden. Gerade jetzt, in Zeiten wirtschaftlicher Krisen, leiden auch die Tierheime und damit die Tiere noch stärker unter finanzieller Not. Für eine – auch finanzielle – Stärkung der Tierheime müssen wir uns auf Bundes- und Landesebene stark machen. Erst kürzlich habe ich mich mit diesem Anliegen an die Bundesministerin Ilse Aigner gewandt. | Nein,. Deshalb setzt sich DIE LINKE u. a. auch dafür ein, Tierheime in den Pflichtkatalog der Länder und Kommunen aufzunehmen. Die Höhe der Finanzierung muss so festgelegt werden, dass sich die Tierheime selber tragen können und Spenden zusätzliche Arbeiten ermöglichen. |
Was sind für Sie und Ihre Partei die dringendsten Aufgaben, um den Tierschutz in Deutschland zu verbessern? |
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| Es ist uns wichtig, den Tierschutz in der landwirtschaftlichen Nutz- tierhaltung im Einklang mit der Wirtschaftlichkeit voranzubringen. Wir wollen unsere hohe deutschen Tierschutzstandards EU-weit durchsetzen. Wir setzen uns dafür ein, dass Tiertrans-portzeiten in der EU weiter begrenzt werden. Zur Redu- zierung von Tierversuchen werden wir die Entwicklung von Ersatzmethoden weiter fördern. Auch international werden wir uns weiter engagieren. | Die SPD hat durchgesetzt, dass der Tierschutz im Grundgesetz verankert wird. Wir wollen ein Heimtiergesetz: Klare Regelungen für die Zucht, Ausbildung, die Haltung sowie den Handel mit Haustieren sind unverzichtbar. Nur so lässt sich gewährleisten, dass Haustiere entsprechend ihrer art- spezifischen Bedürfnisse leben können. Außerdem bin ich für eine Novellierung des Tierschutzgesetzes. Die SPD hat diese Forderung auch in ihrem Regierungsprogramm verankert. | Der Erfolg bei der Verankerung desTierschutzes als Staatsziel im Grundgesetz zeigt, dass realistische und fachlich begründete Forderungen am ehesten geeignet sind, um erfolgreiche Tierschutzpolitik durchzusetzen. Jedoch ist ein ständiges Überprüfen des bestehenden rechtlichen Rahmens an neue gesellschaftliche Anforderungen dringend notwendig. Wir sind grundsätzlich gegen die Haltung von wildlebenden Tieren in Zirkussen. Artgerechte Haltung müssen in der Landwirtschaft an die Stelle der bisherigen Käfighaltung treten. | Nach wie vor gibt es zahlreiche Missstände im Tierschutzbereich – sowohl im praktischen Vollzug als auch auf der Rechtsebene. Der Schutz der Tiere und deren Rechte müssen gestärkt werden. Verbesserungsbed arf besteht unter anderem im Bereich der sogenannten Nutztiere: Sie werden häufig in viel zu kleinen Käfigen oder Ställen gehalten, ohne ausreichend Licht oder Beschäftigungsmö glichkeiten. Auch viele wildlebende Tiere werden in Zoos oder Zirkussen oft nicht artgerecht gehalten. Die Möglichkeit gegen Tierquälerei vorzugehen muss gestärkt werden. Wir fordern ein Verbandsklagerec ht für anerkannte Tierschutzorganisa- tionen. Tiere müssen endlich auch eine Stimme erhalten. | Wir setzen uns für ein Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzorgani- sationen ein. Das Verbot für die Käfighaltung bei Legehennen soll auch für ausgestaltete Käfige gelten. Wir wollen Tiertransporte weiter einschränken ( 4h-Regelung), und setzen uns für ein Verbot der chirurgischen Ferkeltransplantation und ein Verbot der betäubungslosen Schlachtung ein (für eine Elektrokurzzeitbetäubung beim Schächten). Zusätzlich brauchen wir ein Heimtiergesetz und ein Nutztierzuchtgesetz |
Sind Versuchstiere im Dienst der Kosmetik und/oder in der Medizin ein Problem? |
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Tierversuche müssen auf das absolut notwendige Maß begrenzt werden. Sie sind nur vertretbar, wenn sie für Gesundheits- und Umweltschutz, zur Entwicklung neuer Medikamente und in der Wissenschaft nötig und andere alternative Methoden ausgeschöpft sind. Dort, wo auf Tierversuche nicht verzichtet werden kann, wollen wir, dass der Schutz bei den Versuchen gewährleistet ist und Tiere so wenig wie möglich leiden müssen. Wir setzen national wie auch auf europäischer Ebene konsequent auf die drei Prinzipien: Reduzierung, Verfeinerung und Ersatz. Das deutsche Tierschutzgesetz zählt zu den restriktivsten der Welt. Es folgt dem Grundsatz, dass Tierversuche nur durchgeführt werden dürfen, wenn sie unerlässlich und ethisch vertretbar sind. Tierversuche für Kosmetika sind nicht akzeptabel und deshalb verboten worden. |
Die Überarbeitung der über 20 Jahre alten EU-Versuchs-tierrichtlinie ist überfällig. Ich begrüße es daher, dass die EU-Kommission im November 2008 nun endlich den Vorschlag für eine neue Richtlinie „zum Schutz der für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere“ vorgelegt hat. Es muss unser gemeinsames Ziel sein, die Zahl der Versuchstiere drastisch zu reduzieren und auf das wirklich unerlässliche Maß zu beschränken. | Die FDP lehnt Tierversuche für die Kosmetikindustrie ab und unterstützt sehr, dass seit dem 11. März 2009 in der EU keine Kosmetika mehr verkauft werden dürfen. Die nun begonnene Revision der geltenden EU-Richtlinie aus dem Jahre 1986 wird von der FDP ausdrücklich begrüßt, da der wissenschaftliche Fortschritt in den vergangenen mehr als 20 Jahren eine neue Bewertung der Notwendigkeit und des Ablaufs von Tierversuchen in der Medizin dringend erforderlich macht. Die FDP hat in diesem Zusammenhang ein besonderes Interesse daran, dass in den laufenden Verhandlungen ein ausgewogener Kompromiss gefunden wird, um hohe Schutzstandards bei Tierversuchen bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Belange von Industrie und Forschung EU-weit zu etablieren. | Die Erforschung, Anerkennung und Anwendung von Alternativmethoden, die mitunter zuverlässiger sind als Versuche an Tieren, muss gestärkt werden. Tierversuche müssen so schnell wie möglich abgeschafft werden. Solange es sie gibt, müssen strenge Kriterien für die Genehmigung gelten, die konsequenter kontrolliert werden müssen. Tierversuche müssen auf das unerlässliche Maß beschränkt werden. Dabei müssen hohe Anforderungen für die Haltung der Tiere gewährleistet werden. Versuche müssen immer an den Tieren durchgeführt werden, die am wenigsten unter diesen leiden. | Natürlich. Es bedarf keinerlei Tierversuche mehr für Kosmetik, und in der Medizin müssen noch schneller Alternativmethoden erforscht und angewandt werden. Generell setzt sich DIE LINKE für eine Paradigmenwechsel bei Tierversuchen ein. Tierversuche sollen demnach grundsätzlich verboten und nur in Ausnahmefällen gestattet werden. Ein erster Schritt ist das Verbot, Affen, Hunde und Katzen bei Versuchen einzusetzen. |
Die Berliner Hundehalter müssen jeden Tag eine Menge Kritik einstecken. Wofür würden Sie sie loben? |
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| Die Berliner Hundebesitzer sind sehr tierlieb, für die meisten sind Hunde treue Freunde und Lebenskameraden. Die Tiere bereichern den Alltag ihrer Halter und werden deshalb in der Regel selbstlos und liebevoll umsorgt. Die innige Beziehung zum Tier hilft dabei, so manche Lebenskrisen und Probleme zu meistern sowie Initiative zu entwickeln und Lebensfreude zu genießen. Diese wichtige Seite der Hundehaltung wird für mich in dem Gedicht „Mein treuer Wegjefährte“ von Kurt Steinkrauss am besten ausgedrückt. | Viele Berlinerinnen und Berliner haben Hunden ein Zuhause gegeben, obwohl manchmal wenig Platz und wenig Geld da ist. Das finde ich toll. | In der Zeit, in der ich in den Sitzungswochen in Berlin verweile, stelle ich oft fest, wie gewissenhaft und vorbildlich viele Hundebesitzer mit ihren Hunden umgehen. Neben guter Erziehung, die gerade in Großstädten wie Berlin die Grundlage des problemlosen Ausführens der Hunden darstellt, kann ich beim spazieren durch mein Kiez immer wieder feststellen, dass auch immer mehr Hundebesitzer ihrer Pflicht nachkommen, den Kot ihres Hundes sofort zu entfernen und zu entsorgen. Diese positive Entwicklung begrüße ich sehr | Ich lobe alle die, die ihr Tier artgerecht halten und auf ihre Umwelt Rücksicht nehmen. | Sie sind sehr kommunikativ und immer mehr nehmen Hundetüten mit, um die Parks sauber zu halten. |
Immer wieder kommt es trotz Hundeverordnung zu Beißattacken. Reichen die Gesetze nicht aus? Sollte jeder Hundehalter einen Führerschein machen? Sind Sie für den generellen Leinenzwang in Berlin? Haben Sie eigene Gesetzesvorschläge? |
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| Auch in Berlin sollte gelten: Nicht jeder Hund muss ständig angeleint werden. Der Halter sollte seinen Hund so führen, dass es zu keiner Beein- trächtigung anderer kommt. Ist er dazu nicht in der Lage, sollte er eine Hundeschule besuchen. Wenn es bereits Beißattacken oder andere Auffälligkeiten gegeben hat, sollte er verpflichtet werden, einen Hundeführerschein bzw. eine Sachkundeprüfung abzulegen. So kann die für viele Hunde unnötige Leinenpflicht vermieden und den Mitarbeitern der Ordnungs-behörden ermöglicht werden, jederzeit – auch präventiv – einzuschreiten. Nur für gefährliche Hunde im Sinne des Gesetzes sollte es bei der allgemeinen Leinenpflicht bleiben. Zu Beißattacken kommt es nicht nur von sogenannten Rasselistenhunden, sondern insbesondere von Schäferhunden sowie Mischlingshunden aller Art, meistens durch nicht sach- gerechtes Halten der Tiere. Das unterstreicht die Auffassung der Berliner CDU, dass nicht die Rasse des Hundes entscheidend ist, sondern vielmehr der Umgang des Halters mit seinem Hund. | In Parks muss es einen Leinenzwang geben. Zwischen spielenden kleinen Kindern sollten Hunde nicht herumtoben. | Die immer wieder vorkommenden Beißattacken sind sehr unerfreulich. Ein Führerschein für Hundehalter könnte gegen diese Problematik Abhilfe schaffen. Allerdings stellen sich dann viele organisatorische Fragen, die meiner Meinung nach geklärt und abgesichert sein müssten, bevor der „Führerschein“ auf den Weg gebracht werden würde. Zu diesen Fragen gehört z.B. bei welchen Einrichtungen der „Führerschein“ erworben werden kann und wer ihn ausgeben darf. Grundsätzlich finde ich es wichtig, dass es Hundeauslaufzonen und Freilaufflächen gibt, denn nur dort können sich die Tiere wirklich austoben und frei bewegen. Auch stelle ich immer wieder fest, dass sich Hunde dort viel friedlicher und ruhiger annähern, als wenn sie angeleint sind. Ein genereller Leinenzwang kann nicht gut für die Hunde sein und schadet ihren Möglichkeiten sich frei zu bewegen. | Ein Sachkundenachwe is oder auch ein Führerschein für Hundehalter ist eine gute Idee. Einen generellen Leinenzwang für Hunde in Berlin lehne ich dahingegen ab. Hunde sollen an die Leine genommen werden, um Gefahren für sie oder andere abzuwenden. | Wir setzen uns für einen generellen Hundeführerschei n ein. Dies nützt den Menschen und dem Hund, auch vor Gefahren. Ich halte einen generellen Leinenzwang nicht für richtig. Es muss Orte geben, an denen Hunde spielen und toben können. Ein/e verantwortungs- voller/e Halter eines Hundes weiß, wann der Hund an der Leinen gehen muss. |
Jeder Hundehalter ist verantwortlich für die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners. Trotzdem beschweren sich viele Berliner immer wieder über Hundehaufen. Brauchen wir mehr Ordnungshüter, um das Problem in den Griff zu kriegen, oder härtere Strafen? |
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| Zum einen gibt es viele nachlässige Hundehalter, die mit der Begründung, dass sie ja Hundesteuer zahlen würden, sich ihrer Verantwortung in dieser Frage entziehen. Zum anderen haben wir in Berlin ein Vollzugsdefizit hinsichtlich des geltenden Hundegesetzes. Es fehlt an Ordnungskräften zur Durchsetzung der Vorschriften, aber auch an geeigneten Möglichkeiten, wo die Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Tiere entsorgen können. Gesetzliche Vorschriften und Ordnungsstrafen gibt es genug. Sie müssen endlich durchgesetzt werden. | Das Problem lässt sich nicht durch noch mehr Ordnungshüter oder schärfere Strafen lösen, dazu gibt es in Berlin zu viele Hunde. Ich bin aber dafür, noch mehr Hundetoiletten aufzustellen, die vor allem geruchsneutral sind. | Es gibt eine bessere und effektivere Lösung, um es den Hundehaltern einfacher zu machen, den Kot ihres Vierbeiners gleich zu entsorgen und diese auch langfristig erfolgreich zu motivieren. Die Zahl der Tütenspender und Mülleimer müsste erhöht werden. In vielen Bezirken von Berlin befinden sich weder Spender noch ausreichend Mülleimer. Die Konsequenz daraus ist, dass oftmals der korrekte Hundehalter lange Strecken den Kot mit sich tragen muss und auch Probleme der Entfernung und Entsorgung auftreten, wenn der Müllbeutel einmal vergessen wurde. | Das Bewusstsein der Hundebesitzer, die Hinterlassenschaft en ihrer Hunde zu entfernen, muss gestärkt werden. Darüber hinaus müssen vermehrt Auslaufflächen für Hunde geschaffen werden. | Nein. Mehr Automaten für Hundetüten werden perspektivisch erfolgreich sein. Das Verständnis von HundebesitzerInn en wird unterschätzt, Kampagnen können dieses noch verstärken |
Die Berliner Hundehalter werden wegen der Auflaufgebiete in der Hauptstadt von vielen deutschen Hundehaltern in anderen Großstädten beneidet. Auch sie wünschen sich solche Einrichtungen. Würden Sie solche Forderungen unterstützen? |
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| Hunde haben in Großstädten naturgemäß nicht die Möglich-keiten eines ungehinderten Auslaufs, was die artgerechte Haltung der Tiere sehr erschwert. Deshalb sind die Hundeauslauf-gebiete in Berlin eine sehr gute Sache. Da die Umsetzung jedoch Ländersache ist, kann darauf der Bund nicht unmittelbar Einfluss nehmen. Deshalb sollten sich Hundehalter und Hundeverbände an ihre jeweiligen Landtags-abgeordneten/Landesregierungen bzw. Stadtverordneten/Stadtverwal tungen wenden, um dieser Forderung mehr Nachdruck zu verleihen. | Schön, wenn Berlin Vorbild für andere Städte in Sachen Auslaufgebiete ist! Wenn sie von unseren Erfahrungen profitieren wollen, will ich sie gern dabei unterstützen. | Solche Forderungen kann ich durchaus unterstützen, um den Hunden den möglichen freien Auslauf zu gewähren, den sie benötigen. Auch dient dies dem Schutz gegenüber anderen Passanten und dem Verkehr in Großstädten, wenn die Hunde nicht länger von einigen Besitzern ohne Leine durch die Städte geführt werden | Auf jeden Fall. Hunde brauchen Auslauf und Bewegung. Gerade in Großstädten ist das Angebot an Hundeauslauffläch en allerdings oft nicht ausreichend und steht einer tiergerechten Hundehaltung im Weg. | Natürlich, gar keine Frage. |
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